Donald Trump: US-Präsident als selbstverliebter Held - Aufregung um bizarres KI-Video

Ein KI-generiertes Musikvideo, in dem Donald Trump als weltweit geliebter Held gefeiert wird, sorgt für Aufsehen. Ein Republikaner schrieb sogar einen eigenen Song für den US-Präsidenten. Kritiker fragen sich, warum das kaum noch jemanden überrascht.

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Donald Trump sorgt mit einem KI-Musikvideo für Kopfschütteln. (Foto) Suche
Donald Trump sorgt mit einem KI-Musikvideo für Kopfschütteln. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Republikaner widmet Donald Trump eigenen Song
  • US-Präsident teilt bizarres KI-Musikvideo
  • Wirbel um neues Video: Kritiker warnen vor Gewöhnung

Der US-Präsident hat am Samstag (6. Juni) ein Musikvideo auf Truth Social veröffentlicht, das ihn selbst in den Mittelpunkt stellt – und für Kopfschütteln sorgt. Der Clip, der offenbar mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt wurde, zeigt Trump auf Reisen rund um den Globus, während der Soundtrack behauptet, Menschen überall auf der Welt würden ihn lieben.

Republikaner widmet Trump eigenen Song – US-Präsident teilt selbstverliebtes Musikvideo

"Trump, Trump, Trump, Trump, Trump, Trump, Trump, überall wo ich hingehe, lieben sie Donald, Donald Trump", lautet der Refrain des gleichnamigen Songs. In dem Video reist der US-Präsident um die Welt. Dabei tanzt er auf seine typische Art. Was besonders auffällt sind viele bizarre Momente. Sonreitet er auf einem Löwen oder hält einen Karton mit einer Pizza in der Hand, die sein Gesicht trägt - belegt mit Salamischeiben. Der US-Präsident wird zum Fanobjekt stilisiert, das Völker auf der ganzen Welt anhimmeln.

Geschrieben und gesungen wurde das Stück von Anthony Constantino, einem republikanischen Kongresskandidaten, der im April Trumps Unterstützung erhielt. Constantino reagierte auf den Zuspruch. Er schrieb: "Ich bin stolz darauf, von Präsident Donald Trump unterstützt worden zu sein." Donald Trump teilte den Beitrag kurz nach der Veröffentlichung des Musikvideos.

Bizarres Video feiert Trump als Held – Kritiker warnen vor schleichender Gewöhnung

Das Video sorgte für Aufsehen, aber nicht im positiven Sinn. Der Journalist Aaron Rupar teilte das Video auf der Plattform X und schrieb dazu: "Trump beginnt seinen Tag damit, wahnsinnigen KI-Schrott zu posten." Die preisgekrönte Autorin Jennifer Erin Valent zeigte sich besorgt darüber, dass ein derartiger Social-Media-Beitrag eines amtierenden Präsidenten kaum mediale Beachtung finde. "Noch schlimmer als zu wissen, dass mein morgendliches Scrollen mehr Wahnsinn vom Präsidenten bringen wird, ist zu wissen, dass es in einem Land, das sich weitgehend entschieden hat, diesen Wahnsinn zu normalisieren, kaum Nachrichten sein wird", schrieb sie auf X. Der Luft- und Raumfahrtanalyst Bill Sweetman kam zu einem ähnlichen Schluss: "Das Schlimmste daran ist, dass es normal erscheint", kommentierte er ebenfalls auf der Plattform.

Der irische Politiker und Aktivist Kevin Murphy reagierte auf Trumps Beitrag mit einer spitzen Bemerkung. "Er kann nicht auf die Atomwaffen zugreifen, oder?", fragte er sarkastisch auf X. Ein Nutzer konnte sich den Clip nicht lange anschauen: "Ich habe nur die ersten 30 Sekunden geschaut, es war wie ein schrecklicher Albtraum."

Die Reaktionen in den sozialen Medien verdeutlichen eine wachsende Irritation darüber, dass derartige Selbstinszenierungen eines amtierenden US-Präsidenten inzwischen kaum noch für Aufsehen sorgen – ein Umstand, den Kritiker als besorgniserregendes Zeichen für den politischen Diskurs in den Vereinigten Staaten werten.

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