Friedrich Merz: Merz reist zu EU-Westbalkan-Gipfel nach Montenegro

Bis zu 22 Jahre warten die Staaten des westlichen Balkans schon auf einen Beitritt zur EU. Jetzt starten Deutschland und Frankreich eine neue Initiative, um den Prozess zu beschleunigen.

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Friedrich Merz (CDU) spricht beim Wahlkampfabschluss der CDU Brandenburg (Archivbild). (Foto) Suche
Friedrich Merz (CDU) spricht beim Wahlkampfabschluss der CDU Brandenburg (Archivbild). Bild: picture alliance/dpa | Fabian Sommer

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist an diesem Freitag zum EU-Westbalkan-Gipfel nach Montenegro. In der kleinen Stadt Tivat an der Adria-Küste treffen sich Staats- und Regierungschef aus der Europäischen Union und sechs Balkan-Staaten, die in die EU aufgenommen werden wollen. Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien warten zum größten Teil seit vielen Jahren auf eine Aufnahme in den Staatenverbund.

Deutschland und Frankreich wollen bei dem Gipfeltreffen eine neue Initiative für eine Beschleunigung des Aufnahmeprozesses starten. In einem gemeinsamen Positionspapier sprechen sich die beiden Länder für erste Integrationsschritte schon vor einer Vollmitgliedschaft aus, um Anreize für Reformen zu schaffen. Die Erfüllung gewisser Aufnahmekriterien soll etwa mit einem privilegierten Zugang zum EU-Binnenmarkt oder der Entsendung von Beobachtern in EU-Institutionen belohnt werden. Das soll auch für das kleine Moldau gelten, das an die Ukraine grenzt.

Für die Ukraine selbst hatte Merz vor zwei Wochen zunächst eine "assoziierte Mitgliedschaft" vorgeschlagen, also eine Art "EU-Mitgliedschaft light". Das von Russland angegriffene Land lehnt ein solches Vorgehen ab und dringt auf eine schnelle Vollmitgliedschaft. Merz' Ukraine-Initiative ist separat von dem deutsch-französischen Westbalkan-Vorstoß zu betrachten, schließt aber daran an.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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