Lübeck/Schwerin: Viele in MV gehen vorzeitig in Rente – oft mit Abschlägen
Fast jeder Dritte in Mecklenburg-Vorpommern bezieht gesetzliche Rente. Viele steigen früher aus dem Beruf aus und nehmen dafür Abschläge in Kauf - im Osten mehr als im Westen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nur gut jeder vierte neue Rentner des vergangenen Jahres in Mecklenburg-Vorpommern hat bis zum gesetzlichen Rentenalter gearbeitet. Laut Deutscher Rentenversicherung waren es im vergangenen Jahr 5.449 der 20.506 Frauen und Männer, die erstmals eine gesetzliche Rente ausgezahlt bekamen.
Das reguläre Renteneintrittsalter liegt zurzeit - für den Geburtsjahrgang 1960 - bei 66 Jahren und vier Monaten, wie es hieß. Bis 2031 steigt es demnach schrittweise auf 67 Jahre.
Mehr Menschen in MV nutzten den Angaben zufolge die Möglichkeit, nach 45 Beitragsjahren und vor Erreichen des Regelalters ohne Abschläge in Rente zu gehen. Diese "Rente für besonders langjährig Versicherte" erhielten letztes Jahr 6.476 Neu-Rentner. Das entspricht einem Anteil von knapp einem Drittel.
Mehr Menschen steigen vorzeitig aus
Die meisten jedoch entschieden sich trotz Abschlägen für eine vorzeitige Altersrente, und zwar 7.004 Neu-Rentner. Diese Rente wird den Angaben zufolge frühestens mit Erreichen des 63. Lebensjahres gezahlt - dafür erforderlich ist eine Versicherungszeit von mindestens 35 Jahren. Zudem gilt: "Pro Monat des vorzeitigen Rentenbezugs werden 0,3 Prozent des Betrags abgezogen", wie es hieß.
Der Anteil der Menschen, die Abschläge in Kauf nehmen, um aus dem Berufsleben ausscheiden zu können, ist größer geworden. Im vergangenen Jahr betraf dies rund 34,2 Prozent aller Neu-Rentner - 2024 waren es noch 32,6 Prozent gewesen.
Rente mit Abschlägen im Osten häufiger
In den ostdeutschen Bundesländern gehen der Deutschen Rentenversicherung zufolge besonders viele Menschen vorzeitig in den Ruhestand. Im Westen hingegen beziehe der größte Teil der Neu-Rentner eine Regelaltersrente.
Die restlichen Rentenzugänge entfielen den Angaben zufolge auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit 1.577 Fällen. Insgesamt lebten in MV demnach rund 446.000 Rentenbezieher. Das ist fast jeder Dritte.
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