Hannover/Bremen: Mehr Einbürgerungen – Tausende Anträge bleiben offen
In den größten Städten Niedersachsens erhalten mehr Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit als noch vor wenigen Jahren. Zugleich warten Tausende auf Entscheidungen. Ähnliches zeigt sich in Bremen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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In mehreren großen Städten Niedersachsens sind zuletzt deutlich mehr Menschen eingebürgert worden als noch vor einigen Jahren. Das geht aus einer Umfrage des Mediendienstes Integration hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
In Hannover wurden im vergangenen Jahr demnach 2.660 Menschen eingebürgert. 2019 waren es 1.408. Auch in Braunschweig, Oldenburg und Osnabrück lagen die Zahlen zuletzt über dem Niveau von vor sechs Jahren. Besonders deutlich fiel der Anstieg in Braunschweig aus: Dort stieg die Zahl der Einbürgerungen von 280 auf 1.209.
Tausende Anträge noch offen
Im Vergleich zum Vorjahr entwickelte sich die Zahl der Einbürgerungen allerdings unterschiedlich. Während sie in Hannover weiter zunahm, blieb sie in Braunschweig nahezu unverändert. In Oldenburg und Osnabrück ging sie dagegen zurück.
Zugleich meldeten die Städte weiterhin zahlreiche offene Verfahren. Im vergangenen Jahr waren in Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Osnabrück zusammen knapp 16.000 Einbürgerungsanträge noch nicht abgeschlossen. Mehr als 7.600 dieser Anträge entfielen auf Hannover.
Syrien und Türkei häufige Herkunftsländer
Zu den häufigsten Herkunftsländern eingebürgerter Menschen zählten den Angaben zufolge unter anderem Syrien, die Türkei, Afghanistan, Irak, Iran und Russland.
Auch in Bremen wurden im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen eingebürgert als noch vor einigen Jahren. Mit 2.615 Einbürgerungen lag die Zahl zwar deutlich unter dem Vorjahreswert von 4.041, aber weiterhin klar über dem Niveau von 2019 mit 1.545. Nach Angaben des Mediendienstes Integration waren zuletzt 13.400 Einbürgerungsanträge offen.
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kns/roj/news.de
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