Nach "Brandmauer"-Debatte: FDP-Landeschef Höne fordert mehr Diskussionen mit der AfD
Der Chef der NRW-FDP hält nichts davon, der AfD im anstehenden Landtagswahlkampf aus dem Weg zu gehen. Die demokratischen Parteien müssten sich den Argumenten der Rechtspopulisten stellen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne will die AfD im bevorstehenden Landtagswahlkampf stärker in inhaltlichen Auseinandersetzungen stellen. "Ausschließlich Empörung zu zeigen, das reicht eben dann auch nicht aus", sagte Höne im WDR5-Interview. "Wir erleben oft, dass zum Beispiel SPD und Grüne Podiumsdiskussionen absagen, sobald auch ein Vertreter der AfD eingeladen ist. Ich halte ein solches Verhalten für einen Fehler."
Es werde im Wahlkampf vor der Landtagswahl im April 2027 zahlreiche Podiumsdiskussionen geben, zu denen alle im Landtag vertretenen Fraktionen eingeladen würden. "Dann wird die AfD dabei sein, und dann muss man sich den Argumenten stellen", sagte der FDP-Landeschef.
Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss Höne hingegen aus. "Weil das eine Partei ist, die nicht mit beiden Beinen auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Und darum kann sie keine Partei sein, mit der Demokraten zusammenarbeiten", betonte er.
Auseinandersetzung um Ausrichtung der FDP
Der Umgang mit der AfD hatte beim Bundesparteitag der FDP am Wochenende für hitzige Auseinandersetzungen gesorgt. Der neue Bundesparteichef Wolfgang Kubicki hatte im Vorfeld mit Formulierungen wie "Brandmauer? Kenne ich nicht. Steht nicht in der Verfassung. Gibt's nicht" bei seinen Kritikern die Befürchtung genährt, er wolle die FDP stärker rechts verorten. Beim Parteitag betonte allerdings auch Kubicki: "Es wird mit Liberalen nie eine Zusammenarbeit mit der AfD geben, niemals."
Höne war beim FDP-Bundesparteitag am Wochenende zu einem der stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. Eigentlich wollte er selbst als Bundesparteichef kandidieren, zog seine Bewerbung für den Vorsitzendenposten dann aber wieder zurück.
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