Donald Trump: Absage-Welle bei Jubiläumsevent - US-Präsident will sich selbst zum Star machen

Zahlreiche Künstler haben ihre Auftritte bei einer geplanten Veranstaltung zur Feier von 250 Jahren Unabhängigkeit der USA abgesagt - weil die Organisatoren der Trump-Regierung nahestehen sollen. Der Präsident schlägt nun eine ungewöhnliche Alternative vor.

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Donald Trump will bei den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 250. Geburtstag der USA in Washington selbst im Mittelpunkt stehen. (Foto) Suche
Donald Trump will bei den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 250. Geburtstag der USA in Washington selbst im Mittelpunkt stehen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Rod Lamkey
  • Zahlreiche Musiker sagen geplante Auftritte bei der "Great American State Fair" zum 250. Unabhängigkeitstag der USA ab
  • Reaktion von Donald Trump auf Truth Social: US-Präsident schlägt stattdessen eine "Make America Great Again"-Kundgebung als Ersatz vor
  • Er selbst könne als "die Nummer-eins-Attraktion weltweit" einspringen

Reihenweise haben Musiker ihre Auftritte bei der "Great American State Fair", einer geplanten Veranstaltung zum 250. Geburtstag der USA auf der National Mall in Washington vom 25. Juni bis 10. Juli abgesagt. Der Grund: Sie erfuhren von der Nähe des Events zu US-Präsident Donald Trump. Dieser hat nun auf die zahlreichen Absagen reagiert und schlägt ungewöhnliche Alternativen vor.

Donald Trump reagiert auf Absagen von Musikern bei der "Great American State Fair"

Morris Day and the Time, Young MC, Martina McBride, die Commodores und Bret Michaels sind alles Künstler, die sich zurückgezogen haben, wie unter anderem NBC News berichtet – alle begründeten dies damit, nicht gewusst zu haben, dass die Veranstaltung politischer Natur sei.Trump bot sich daraufhin kurzerhand selbst als Ersatz an. Am Samstag verkündete der Präsident auf Truth Social, er erwäge, "die Nummer-eins-Attraktion weltweit" einzuspringen zu lassen – sich selbst. Alternativ schlug er in einem weiteren Beitrag vor, die Musikauftritte komplett zu streichen und stattdessen eine "Make America Great Again"-Kundgebung abzuhalten, "anstatt überteuerte Sänger zu engagieren, die niemand hören will, deren Musik langweilig ist und die nichts anderes tun als sich zu beschweren".

US-Präsident spottet über Künstler und lobt sich selbst

In seinem ersten Truth-Social-Beitrag sparte der Präsident nicht mit Eigenlob. Er sei "der Mann, der größere Menschenmengen anzieht als Elvis in seiner Blütezeit, und das ohne Gitarre", schrieb Trump. Zudem bezeichnete er sich als denjenigen, "der sein Land mehr liebt als jeder andere" und den "manche den größten Präsidenten der Geschichte nennen". In seinem zweiten Post vom Samstag ätzte Trump außerdem erneut gegen einen Richter, der es untersagt hatte, das Kennedy Center in Washington nach ihm zu benennen.

Organisatoren von "Freedom 250" sollen der Trump-Regierung nahestehen

Hinter der "Great American State Fair" steht laut NBC News "Freedom 250" eine öffentlich-private Partnerschaft mit Verbindungen zur Trump-Administration. Die Organisation entstand nach einer Exekutivanordnung des Präsidenten im vergangenen Jahr. Sprecherin Danielle Alvarez betonte, Trump werde die Feierlichkeiten am 24. Juni persönlich eröffnen. "Freedom 250" bezeichnet sich selbst als überparteiliche Organisation, die sich "ausschließlich der Feier des 250. Jahrestages der USA widmet und die Amerikaner anlässlich dieses historischen Meilensteins zusammenbringen möchte".

Trotz der Absagewelle halten laut CBS News einige Künstler an ihren Auftritten bei der "Great American State Fair" fest: Fab Morvan von Milli Vanilli, Vanilla Ice, Freedom Williams von C+C Music Factory sowie Flo Rida stehen weiterhin im Programm.

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