Erstes großes Lehrschreiben: Papst veröffentlicht Enzyklika zu Künstlicher Intelligenz
Das Thema KI beschäftigt Leo XIV. schon länger. So ist es keine Überraschung, dass es in seiner ersten Enzyklika darum geht. Viele sehen darin eine Art Regierungserklärung - mit einem besonderen Gast.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nach einem Jahr im Amt veröffentlicht Papst Leo XIV. an diesem Montag (11.30 Uhr) seine erste Enzyklika. In dem mehr als 100 Seiten langen Lehrschreiben mit dem Titel "Magnifica Humanitas" (Großartige Menschheit) geht es um das Thema Künstliche Intelligenz. Die erste Enzyklika in der Amtszeit eines neuen Papstes gilt vielfach als eine Art Regierungserklärung für dessen Pontifikat.
Leo ist seit Mai vergangenen Jahres das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken. Bei der Vorstellung im Vatikan wird der Papst selbst dabei sein - das gab es nach Angaben der katholischen Kirche noch nie. Der erste Pontifex aus den USA hatte sich in den vergangenen Monaten mehrfach schon zum Thema KI geäußert - sowohl zu Chancen als auch zu Risiken. Die Enzyklika wird vom Vatikan bislang jedoch strikt unter Verschluss gehalten.
Leo XIV. nimmt Bezug auf Sozialenzyklika seines Namensvetters
Bei dem Termin wird neben hochrangigen Kardinälen und Theologen auch der Mitgründer des KI-Konzerns Anthropic, Chris Olah, anwesend sein - auch das ein Novum bei der Vorstellung einer Enzyklika. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco liegt im Streit mit der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, weil es seine KI-Modelle nicht in autonomen Waffensystemen und zur Überwachung der Zivilbevölkerung zur Verfügung stellen will. Trump hatte sowohl Anthropic als auch den Papst zuletzt mehrfach kritisiert.
Die Enzyklika trägt das Datum 15. Mai. An diesem Tag war es genau 135 Jahre her, dass Leos Namensvetter Leo XIII. seine Enzyklika "Rerum novarum" ("Über die neuen Dinge") veröffentlichte. Damit legte der "Arbeiterpapst" die Grundlagen für die katholische Soziallehre infolge der industriellen Revolution.
In einer Zeit, in der viele von einer "KI-Revolution" sprechen, nimmt Leo XIV. darauf Bezug. Thema wird auch sein, ob KI-gestützte Maschinen in Kriegen und Konflikten allein über Leben und Tod entscheiden dürfen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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