Pressefreiheit: Deutsche-Welle-Reporter wieder frei

Am ersten Verhandlungstag im Prozess gegen den Deutsche-Welle-Reporter ordnet das Gericht seine Entlassung aus der U-Haft an. Noch am Abend verlässt er das Gefängnis in Istanbul.

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Der wegen Präsidentenbeleidigung angeklagte Deutsche-Welle-Reporter Alican Uludag ist aus der Untersuchungshaft in der Türkei freigelassen worden. Das Gericht hatte wenige Stunden zuvor seine Entlassung aus dem Gefängniskomplex Silivri in Istanbul angeordnet. "Wir werden den Kampf fortsetzen, bis alle inhaftierten Journalisten in der Türkei freigelassen sind.", sagte Uludag am Abend gegenüber Journalisten. "Erst wenn alle inhaftierten Journalisten freigelassen sind, werden wir uns freuen. Wir haben keinen Journalismus betrieben, für den wir uns schämen müssten."

Der Prozess gegen Uludag hatte am Nachmittag in der türkischen Hauptstadt Ankara begonnen. Der nächste Verhandlungstag ist nach Angaben seines Anwalts für den 18. September geplant.

Uludag war im Februar verhaftet worden. Laut der Anklageschrift werden ihm Präsidentenbeleidigung, Verbreitung irreführender Informationen und die Herabwürdigung der Türkei in wiederholten Fällen vorgeworfen. Hintergrund sind unter anderem Äußerungen des Journalisten auf der Plattform X. Uludag, der per Videoübertragung an der Verhandlung teilnahm, weist die Vorwürfe zurück.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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