Melania Trump: Jetzt fliegt Melania ihre Epstein-Aussage um die Ohren
First Lady Melania Trump erklärte im April kategorisch, ihr Name sei nie in FBI-Befragungen zu Jeffrey Epstein gefallen - doch freigegebene Verhörprotokolle einer ehemaligen Epstein-Mitarbeiterin beweisen offenbar das Gegenteil.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Melania Trump: Neuer Wirbel um Epstein-Aussage
- Verwirrung um die Vermittlerrolle bei Trump-Liaison
- Trump-Gesandter weist Vorwürfe kategorisch zurück
FBI-Dokumente stellen eine zentrale Aussage von First Lady Melania Trump infrage. Bei ihrer eilig anberaumten Pressekonferenz am 9. April hatte sie kategorisch erklärt, ihr Name sei niemals in Gerichtsdokumenten, Zeugenaussagen oder FBI-Befragungen im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein aufgetaucht.
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Melania Trump: Neuer Wirbel um Epstein-Aussage
Adriana Mucinska, eine ehemalige Rekrutiererin für Epstein, nannte die First Lady namentlich in einem FBI-Verhör. Das Interview fand im Juli 2019 in West Palm Beach statt, wenige Tage nach Epsteins Festnahme wegen Menschenhandels mit Minderjährigen. Die polnischstämmige Mucinska, auch bekannt als Adriana Ross, arbeitete laut einer Untersuchung der "New York Times" als eine von vier Werberinnen unter Ghislaine Maxwell.
Verwirrung um die Vermittlerrolle bei Trump-Liaison
Die FBI-Unterlagen enthalten dem Bericht zufolge zwei unterschiedliche Darstellungen desselben Interviews. Der getippte Vermerk legt nahe, dass Jeffrey Epstein die Verbindung zwischen Melania Trump und Donald Trump hergestellt habe.Handschriftliche Notizen desselben Gesprächs zeichnen jedoch ein anderes Bild: Dort ist lediglich von einem anonymen "er" die Rede. Bei diesem "er" soll es sich um Paolo Zampolli handeln. Melania wies die Vermittlerrolle Epsteins bei der Pressekonferenz entschieden zurück. "Epstein hat mich nicht Donald Trump vorgestellt", erklärte die First Lady kategorisch.
Allerdings: Die Schlagzeilen wird die First Lady nicht los.
Trump-Gesandter weist Vorwürfe kategorisch zurück
Paolo Zampolli bekleidet heute eine hochrangige Position in der Trump-Regierung. Als Sondergesandter des Präsidenten für globale Partnerschaften agiert er unter dem Dach des US-Außenministeriums.
Gegenüber "The American Prospect" äußerte sich Zampolli im vergangenen Monat zu den Epstein-Verbindungen. Er räumte ein, dass Epsteins Kontakte zur Mode- und Modelbranche bekannt seien und dieser auch seine Zentrale besucht habe. "Jegliche Andeutung von Beteiligung, Zusammenarbeit oder Billigung wird kategorisch zurückgewiesen", erklärte er. Bezüglich Adriana Mucinska zeigte sich der Modelvermittler unsicher, ob er sich an sie erinnere.
Melania-Aussage wird brisant
Melanias Pressekonferenz offenbarte zudem offenbar eine weitere Falschdarstellung bezüglich ihrer Kontakte zu Ghislaine Maxwell. Die First Lady bezeichnete eine E-Mail vom 23. Oktober 2002 an Epsteins Partnerin als "triviale Notiz" und "höfliche Antwort". Die vom Justizministerium veröffentlichten Dokumente deuten darauf hin, dass Melania den Austausch initiierte und Ghislaine Maxwell anschließend antwortete.
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rut/news.de
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