Lastenteilung in der Nato: Nato erwartet öffentliche US-Ankündigung zu Bündnisbeitrag

Die USA wollen, dass sich Europa künftig weitgehend selbst um seine Verteidigung kümmert. Nun werden weitere Fakten geschaffen.

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Die USA werden nach Angaben von Nato-Generalsekretär Mark Rutte eine Verringerung ihres Beitrags zu den Streitkräfteplanungen des transatlantischen Bündnisses ankündigen. Was genau angekündigt werde, dürfe er nicht offenlegen, sagte Rutte. Für die Nato seien die Ankündigungen allerdings nicht überraschend, betonte er.

Nach Angaben von Rutte stehen die erwarteten Ankündigungen im Zusammenhang mit dem sogenannten Nato Force Model. Dieses ist der Rahmen, in dem die Bündnisstaaten nationale Streitkräfte benennen, die dem zuständigen Nato-Oberbefehlshaber für Operationen, Missionen und andere Aktivitäten des Bündnisses in Friedenszeiten zur Verfügung stehen. Zudem weisen die Nationen einen größeren Pool verfügbarer Kräfte aus, die bei Bedarf in einer Krise oder einem Konflikt eingesetzt werden können. Das Modell soll damit dazu beitragen, dass die Nato-Verteidigungspläne im Ernstfall schnell umgesetzt werden können.

Rutte: Europa muss übermäßige Abhängigkeit beenden

Rutte erklärte, dass Gespräche über Anpassungen bereits seit einem Jahr geführt würden. "Deshalb gibt Europa so viel mehr aus – im Grunde, um die übermäßige Abhängigkeit von einem Verbündeten zu beenden", sagte er in einer Pressekonferenz zu einem an diesem Freitag geplanten Treffen der Außenminister der Bündnisstaaten in Schweden.

Diplomaten betonten, dass die Anpassungen nicht automatisch bedeuteten, dass die USA weitere Truppen aus Europa abziehen. Der US-General und Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich hatte bereits am Dienstag gesagt, dass über den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Abzug von rund 5.000 Soldaten hinaus kurzfristig keine anderen Ankündigungen zu erwarten seien. Langfristig sollte man durchaus mit weiteren Rückverlegungen rechnen, da Europa seine Fähigkeiten und Kapazitäten weiter ausbaue und mehr Verantwortung für die konventionelle Verteidigung Europas übernehme, ergänzte er.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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