Donald Trump: Wirbel um brisante Theorie - Trump wird "Bunker" nie verlassen

Sechs Stockwerke tief, ausgestattet mit Militärkrankenhaus, Drohnenabwehr und Scharfschützenposten: Was Donald Trump als Ballsaal bezeichnet, entpuppt sich als hochgerüsteter Bunker unter dem Weißen Haus. Demokraten und Beobachter ziehen daraus eine brisante Schlussfolgerung: Der Präsident plane nicht, sein Amt jemals wieder zu räumen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump hat seine "Bunker"-Pläne vorgestellt. (Foto) Suche
Donald Trump hat seine "Bunker"-Pläne vorgestellt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump baut einen "Bunker" unter dem Weißen Haus
  • "Er geht nicht": Demokraten wittern Trumps Bunker-Strategie
  • Donald Trumps Ballsaal-Bau gestoppt
  • Donald Trump bricht Finanzierungs-Versprechen

Vor laufenden Kameras hat US-Präsident Donald Trump der Presse sein umstrittenes Bauvorhaben unter dem Weißen Haus präsentiert. Der Rundgang durch die Baustelle des geplanten Ballsaals entfachte im Netz umgehend eine Debatte über die "wahren Absichten" des Präsidenten. Beobachter vermuten, dass Trump möglicherweise nicht vorhat, seinen Regierungssitz jemals wieder zu verlassen.

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Donald Trump baut einen "Bunker" unter dem Weißen Haus

Die unterirdische Konstruktion erstreckt sich etwa sechs Etagen in die Tiefe und beinhaltet weit mehr als nur einen Veranstaltungsraum. Trump enthüllte, dass die Anlage ein Militärkrankenhaus sowie diverse Besprechungsräume umfasst. Die Ausmaße des Projekts gehen damit deutlich über das hinaus, was für einen repräsentativen Ballsaal notwendig wäre.

Die Sicherheitsausstattung der Anlage liest sich wie aus einem Militärhandbuch. Der Präsident erläuterte den Reportern die umfangreichen Schutzmaßnahmen der Einrichtung.

  • "Es ist alles miteinander verbunden. Zwischen dem Drohnenschutz, dem Raketenschutz und der Drohnenkapazität. Es hat auch eine großartige Scharfschützenkapazität", hört man Trump in einem Video beim Kurznachrichtendienst X sagen.

Die beschriebenen Verteidigungssysteme sollen das Gebäude vor verschiedensten Bedrohungen aus der Luft schützen. Zudem verfügt die Anlage über offensive Kapazitäten zur Abwehr von Angriffen. Diese militärische Ausrichtung verstärkt die Vermutung, dass es sich tatsächlich um einen hochgerüsteten Bunker handelt.

"Er geht nicht": Demokraten wittern Trumps Bunker-Strategie

Das Bauvorhaben hat zahlreiche Beobachter zu der Schlussfolgerung gebracht, dass Donald Trump beabsichtigen könnte, sein Amt nicht niederzulegen.

  • Die demokratische Strategin Michelle Kinney äußerte sich auf X deutlich: "Das ist kein Ballsaal. Das ist ein Bunker. Er geht nicht."
  • Auch andere Nutzer der Plattform X teilten diese Einschätzung mit teilweise scharfen Worten. Ein Nutzer schrieb, er werde zunehmend davon überzeugt, dass Trumps "manische Besessenheit" mit dem Ballsaal-Bunker darauf zurückzuführen sei, dass er plane, sich in dem Bunker zu verbarrikadieren, sobald seine Amtszeit ende.
  • Ein weiterer Kommentator bemerkte, Trump verwandle das Weiße Haus in eine zweite Version seines Mar-a-Lago-Anwesens und habe keinerlei Absicht, jemals zu gehen.
  • Deutlich machte es ein X-Nutzer und brachte die Kritik auf den Punkt: "Trump denkt, er geht niemals. Er plant einen Bunker mit dem Geld der US-Steuerzahler."
  • Die Spekulationen kreisen somit nicht nur um Trumps Verbleib im Amt, sondern auch um die Frage der Finanzierung.

Donald Trumps Ballsaal-Bau gestoppt: Entscheidung torpediert Milliarden-Finanzierung

Das Ballsaal-Projekt erlitt wenige Tage vor der Präsentation einen empfindlichen Rückschlag. Die überparteiliche Parlamentarierin, Elizabeth MacDonough, blockierte im Senat einen Versuch der Republikaner, Steuermittel in Milliardenhöhe für das Vorhaben bereitzustellen. Ihre Entscheidung kam einer politischen Ohrfeige für die Finanzierungspläne gleich.

  • Die Republikaner im Senat hatten versucht, eine Bestimmung in ein Haushaltsgesetz einzufügen, die eine Milliarde Dollar für Sicherheits-Upgrades des Projekts vorsah.
  • Diese Klausel war Teil eines 72-Milliarden-Dollar-Budgets für das Heimatschutzministerium. Trump-Anhänger rechtfertigten den Vorstoß damit, dass der Secret Service die Mittel angefordert habe.

Mit der ursprünglichen Regelung hätte eine einfache Mehrheit zur Verabschiedung ausgereicht. MacDonough stellte jedoch fest, dass der Finanzierungsvorschlag gegen die Budget-Regeln verstößt.

  • Das bedeutet: Entweder muss der Vorschlag grundlegend überarbeitet werden oder er benötigt eine qualifizierte Mehrheit von 60 Stimmen im Senat - eine deutlich höhere Hürde für die republikanische Fraktion.

Donald Trump bricht Finanzierungs-Versprechen

Trump betont nachdrücklich, dass das gesamte Ballsaal-Projekt ausschließlich durch private Zuwendungen finanziert werde. Mit dieser Aussage versucht der Präsident, die Kritik zu entkräften, er plane den Bunker mit öffentlichen Geldern. Die Diskrepanz zwischen dieser Behauptung und den republikanischen Finanzierungsversuchen im Senat wirft jedoch Fragen auf.

Die republikanische Fraktion lässt sich von dem Rückschlag nicht abschrecken. Nach der Entscheidung von MacDonough signalisierten die Republikaner, dass sie an einer Überarbeitung ihres Finanzierungsvorschlags arbeiten.

Die Hürde von 60 erforderlichen Senats-Stimmen bedeutet, dass die Republikaner auf demokratische Unterstützung angewiesen wären. Angesichts der kontroversen Natur des Projekts und der öffentlichen Spekulationen über Trumps langfristige Pläne erscheint eine parteiübergreifende Zustimmung jedoch als unwahrscheinlich.

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