Donald Trump: Extremes Szenario - US-Präsident prophezeit totale Iran-Kapitulation
Man kann nur fassungslos mit dem Kopf schütteln: Donald Trump hat erneut die Kontrolle verloren. Bei Truth Social platzte es zum wiederholten Male aus dem US-Präsidenten heraus. Er prophezeite nicht nur die totale Iran-Kapitulation, sondern wütete im gleichen Atemzug auch gegen große US-Medienhäuser.
Von news.de-Redakteurin Franziska Kais - Uhr
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- Trump schießt gegen US-Medienhäuser
Begrenzte Waffenruhen, Diskussionen über die Straße von Hormus, neue militärische Drohungen: Die Lage im nahen Osten bleibt weiterhin angespannt. Das gleiche scheint für die Nerven des US-Präsidenten zu gelten. Denn nachdem Donald Trump dem Iran unlängst erneut gedroht hatte ("Für den Iran tickt die Uhr"), legte er wenig später direkt nach und prophezeite bei Truth Social die total Kapitulation Teherans.
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Donald Trump prophezeit die total Iran-Kapitulation
Donald Trumps neuer Truth-Social-Beitrag ist gewohnt konfrontativ und stark emotionalisiert. Der US-Präsident konstruiert ein extremes Szenario, wie er sich die totale Kapitulation des iranischen Regimes offenbar vorstellt und schreibt zugleich, sollte dieses Szenario tatsächlich eintreten, so würden die großen Medien selbst dann immer noch behaupten, der Iran habe gewonnen. Denn laut dem US-Präsidenten sind die großen Medienhäuser immer gegen und niemals für ihn.
- "Wenn der Iran kapituliert, zugibt, dass seine Marine vernichtet wurde und auf dem Meeresgrund ruht, und dass seine Luftwaffe nicht mehr existiert, und wenn sein gesamtes Militär Teheran verlässt, die Waffen fallen lässt und die Hände hochhält, wobei jeder 'Ich kapituliere, ich kapituliere' ruft und dabei wild die weiße Flagge schwenkt, und wenn seine gesamte verbleibende Führung alle notwendigen 'Kapitulationsdokumente' unterzeichnet und ihre Niederlage gegenüber der großen Macht und Stärke der großartigen USA eingesteht, werden die scheiternde New York Times, das China Street Journal (WSJ!), das korrupte und mittlerweile irrelevante CNN sowie alle anderen Vertreter der Fake-News-Medien mit Schlagzeilen verkünden, dass der Iran einen meisterhaften und brillanten Sieg über die Vereinigten Staaten von Amerika errungen habe – es sei nicht einmal knapp gewesen", so Trump.
Donald Trump verschiebt die Diskussion bewusst und ledert gegen Medienhäuser
Mit seinem neuen Beitrag bleibt Donald Trump seinem bisherigen Verhaltensmuster treu: er delegitimiert institutionelle Medien, reagiert mit Spott statt mit Argumenten und er wird bewusst emotional, um seine Anhängerschaft zu mobilisieren. Die Beiträge des US-Präsidenten bedienen sich nie klassischer diplomatischer Sprache, sondern zeichnen sich durch bewusst übersteigerte Kriegsrhetorik aus. Durch seinen Angriff auf die Medienhäuser verschiebt er die eigentliche Diskussion weg von der realen militärischen Lage hin zu seiner Daueraussage, die Medien seien ihm gegenüber grundsätzlich voreingenommen.
Donald Trumps Lügen-Konstrukt bricht zusammen - angebliche Iran-Fakten widerlegt
Wie so oft enthält Donald Trumps Post auch dieses Mal keine überprüfbaren militärischen Informationen. Einige der beschriebenen Zustände, etwa die vollständige Zerstörung iranischer Streitkräfte, sind durch unabhängige Quellen nicht bestätigt. Mehrere Aussagen des US-Präsidenten zum Iran-Krieg wurden zuletzt auch von Fact-Checking-Projekten als irreführend oder übertrieben eingeordnet.
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fka/news.de/dpa
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