Katholische Kirche: Vatikan reagiert auf KI-Boom mit neuer Kommission

Im Vatikan soll eine neue Kommission zur Künstlichen Intelligenz ihre Arbeit aufnehmen. Reagiert wird damit auf die Entwicklung von KI sowie die jüngste Beschleunigung ihres allgemeinen Einsatzes.

Erstellt von - Uhr

Die Glocken des Petersdoms in der Vatikanstadt läuten (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Glocken des Petersdoms in der Vatikanstadt läuten (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/AP | Markus Schreiber

Im Vatikan beschäftigt sich angesichts der rasanten Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) künftig eine Kommission mit dem Thema. Papst Leo XIV. billigte die Einrichtung des Gremiums, das sich mit den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf den Menschen und die Menschheit sowie Fragen der Würde des Menschen befassen soll. Vertreter mehrerer vatikanischer Behörden sollen in der Kommission sitzen, wie der Heilige Stuhl mitteilte.

Das Thema KI liegt dem Papst am Herzen. Immer wieder widmet sich Leo in Ansprachen und öffentlichen Auftritten der KI - und ihren möglichen Risiken. Bereits zu Beginn seines Pontifikats im Mai vergangenen Jahres setzte Leo das Thema KI auf die Agenda. Er plädiert für ein gesundes Bündnis zwischen Technologie und Menschheit, das Risiken und Gefahren von KI im Blick behält.

Erste Enzyklika wohl vor allem zu KI

Um das Thema dürfte es auch in Leos ersten großen richtungsweisenden Lehrschreiben gehen. Mit der Veröffentlichung dieser sogenannten Enzyklika wird nach Angaben des offiziellen Nachrichtenportals "Vatican News" gegen Monatsende gerechnet. Der Arbeitstitel der Enzyklika lautet mehreren Medienberichten zufolge "Magnifica humanitas" (Die großartige Menschheit).

Aufgabe der neuen Kommission soll es sein, die "Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den Mitgliedern der Gruppe hinsichtlich der Informationen über Aktivitäten und Projekte im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu erleichtern, einschließlich der Richtlinien für ihren Einsatz innerhalb des Heiligen Stuhls". Dabei sollten Dialog, Gemeinschaft und Teilhabe gefördert werden. Die Koordinierung im ersten Jahr ihrer Arbeit übernimmt eine Vatikan-Behörde.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":

Noch mehr Nachrichten über Papst Leo XIV. lesen Sie hier.

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.