JD Vance: Trump-Vize wegen Betrugs-Wirbel böse verspottet

JD Vance will über die Anti-Betrugs-Bemühungen der Trump-Regierung sprechen, doch das Thema fliegt ihm sofort um die Ohren. Die Ironie könnte nach Ansicht der Kritiker kaum größer sein. Im Netz hagelt es Spott.

Von news.de-Redakteur - Uhr

JD Vance sieht sich massiver Kritik ausgesetzt. (Foto) Suche
JD Vance sieht sich massiver Kritik ausgesetzt. Bild: picture alliance/dpa | Sven Hoppe
  • JD Vance soll für Donald Trump jetzt Betrug bekämpfen
  • JD Vance fliegt Betrugs-Post sofort um die Ohren
  • Trump-Wut kocht wegen Begnadigungen hoch
  • JD Vance soll Betrug aufdecken - Milliarden-Wirbel um Trump

US-Vizepräsident JD Vance kündigt einen Termin in Bangor (US-Bundesstaat Maine) an, um dort die Bemühungen der Trump-Regierung gegen Betrug zu thematisieren. Für Trump-Kritiker ist das ein gefundenes Fressen. Denn ihrer Ansicht nach könnte die Ironie kaum größer sein.

Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.

JD Vance soll für Donald Trump jetzt Betrug bekämpfen

Vance steht seit Ende März an der Spitze einer neu geschaffenen Anti-Betrugs-Taskforce der Regierung. Vor der ersten Zusammenkunft dieser Arbeitsgruppe erklärte der Vizepräsident gegenüber Reportern, dass die Bundesregierung das Problem des Betrugs über Jahrzehnte hinweg nicht ausreichend ernst genommen habe. Die Bekämpfung erfordere nun einen gesamtstaatlichen Ansatz.

Erst in der vergangenen Woche hatte Vance Iowa besucht, wo er für die Steuer- und Zollpolitik der Regierung warb. Gleichzeitig attackierte er die Demokraten in Fragen der Einwanderung und eben auch beim Thema Betrug.

JD Vance fliegt Betrugs-Post sofort um die Ohren

Die Ankündigung des Trump-Vizes löste auf der Plattform X eine Welle des Spotts aus. Unter einem Vance-Post häuften sich kritische Kommentare, die die Glaubwürdigkeit der Anti-Betrugs-Initiative grundsätzlich infrage stellten. Nutzer verwiesen auf diverse Skandale und Vorwürfe im Umfeld der Trump-Regierung selbst und zogen ein vernichtendes Fazit.

  • "Wollt ihr über Betrug reden? Fangen wir mit deinem Namen an!", schrieb ein Nutzer in Anspielung auf Vances mehrfachen Namenswechsel.
  • Ein anderer Kommentator zog Vergleiche zur gescheiterten DOGE-Initiative: "Wir hatten das schon. Es hieß DOGE und ihr habt es gestoppt. Jetzt schafft ihr mehr Bürokratie, um Bürokratie zu prüfen. Brilliant. So tut man so, als würde man Dinge tun, ohne tatsächlich etwas zu tun."

Besonders harsch fielen die Reaktionen zum Thema Trump-Telefone aus.

  • Mehrere Nutzer verwiesen auf Vorwürfe, wonach Donald Trumps Söhne mit ihrer Mobilfunk-Kampagne Amerikaner um knapp 60 Millionen Dollar gebracht haben sollen. Die noch immer nicht produzierten Trump-Telefone stünden im Zentrum dieser Betrugsvorwürfe, schrieben die Kommentatoren.
  • "Hey JD, zwischen den Angriffen der katholischen Kirche und dem Platzieren von Geschichten über deine gefälschte Opposition zum Krieg im Iran solltest du auch untersuchen, wie dein Freund Don Jr. dabei half, 590.000 Amerikaner um 59 Millionen Dollar für Trump-gebrandete Telefone zu betrügen. Das scheint ernsthafter Betrug zu sein", hieß es in einem Kommentar.

Trump-Wut kocht wegen Begnadigungen hoch

In den Social-Media-Kommentaren wurde gleichzeitig scharf auf Trumps Begnadigungspolitik hingewiesen. Ein Nutzer listete detailliert auf, dass der Präsident in seiner zweiten Amtszeit mehr als 60 Personen begnadigt habe, die wegen Betrugs oder Finanzverbrechen verurteilt worden seien. Darunter befänden sich auch massive Betrugsfälle.

Die Begnadigungen hätten sich auf Wirtschaftskriminalität konzentriert, schrieb der Kommentator weiter: Geldwäsche, Bankbetrug und Krankenkassen-Betrug seien unter den Vergehen gewesen. Durch diese Begnadigungen seien Opfern und Steuerzahlern Rückerstattungen und Strafen in Höhe von über einer Milliarde Dollar erlassen worden.

JD Vance soll Betrug aufdecken - Milliarden-Wirbel um Trump

Auch weitere konkrete Vorwürfe tauchten in den Kommentaren auf. Ein Nutzer kritisierte die Finanzierung des neuen Ballsaals im Weißen Haus, den Trump ursprünglich selbst oder durch Spender finanzieren wollte. Nun sollen angeblich die Steuerzahler dafür aufkommen - und die Kosten hätten sich verdoppelt, so der Vorwurf.

Besonders scharf fiel die Kritik an Trumps Klage gegen die US-Bundessteuerbehörde IRS aus. Ein Kommentator bezeichnete die Klage über 10 Milliarden Dollar als den größten Betrug des Jahrhunderts. Die Kritik verschärfte sich durch den Hinweis, dass Trump seine eigenen IRS-Direktoren ausgewählt habe.

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.