Donald Trump: "Geistig nicht mehr in der Lage!" US-Mediziner fordern seine Amtsenthebung

Schwere Vorwürfe gegen Donald Trump: Gleich 36 US-Mediziner warnen vor einem "gefährlichen Verfall" des Präsidenten. Sie sehen deutliche Anzeichen geistiger Verschlechterung und halten Trump nach eigener Einschätzung nicht mehr für fähig, das höchste Amt der USA auszuüben.

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Ist Donald Trump geistig nicht mehr fähig, US-Präsident zu sein? (Foto) Suche
Ist Donald Trump geistig nicht mehr fähig, US-Präsident zu sein? Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • 36 US-Mediziner zweifeln öffentlich an Donald Trumps Amtsfähigkeit
  • Experten sprechen von kognitivem Verfall und "realitätsfernem Verhalten"
  • Ärzte fordern Schritte zur Amtsenthebung des US-Präsidenten

Eine Gruppe von 36 Ärzten und Experten für psychische Gesundheit aus den USA erhebt schwere Vorwürfe gegen Donald Trump. Nach Einschätzung der Mediziner sei der 79-Jährige nicht mehr in der Lage, das Präsidentenamt ordnungsgemäß auszuüben. Die Fachleute – darunter Neurologen, forensische Psychiater und weitere Experten – sprechen von einem "sich rasch verschlimmernden, realitätsfernen und zunehmend gefährlichen Verfall".

Die Namen der beteiligten Mediziner wurden von den demokratischen Senatoren Sheldon Whitehouse und Jack Reed im "Congressional Record", dem offiziellen Protokoll des US-Kongresses, veröffentlicht.

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Die Ärzte betonen allerdings, dass sie Trump nicht persönlich untersucht haben. Stattdessen stützten sie ihre Einschätzung auf öffentliche Auftritte, Aussagen und Verhaltensweisen des Präsidenten im vergangenen Jahr. Dennoch fällt ihr Urteil drastisch aus: "Sollten wir gemäß dem 25. Verfassungszusatz dazu aufgefordert werden, die derzeitige Fähigkeit des Präsidenten zur Wahrnehmung seiner Amtspflichten zu beurteilen, müssten wir zu dem Schluss kommen, dass ihm die Fähigkeit dazu fehlt."

Experten sehen Anzeichen für kognitiven Verfall bei Trump

Die Mediziner nennen mehrere Symptome, die sie bei Trump beobachtet haben wollen. Dazu gehören unstrukturierte und zusammenhanglose Aussagen sowie häufiges Abschweifen vom eigentlichen Thema. Außerdem werfen die Experten dem US-Präsidenten Faktenverwechslungen und plötzliche strategische Kurswechsel vor. Auch Müdigkeit bei öffentlichen Auftritten sei auffällig gewesen. Bereits vor der Präsidentschaftswahl 2024 hatte dieselbe Gruppe vor "ernsthaften Anzeichen eines kognitiven Verfalls" gewarnt. Seitdem habe sich Trumps Zustand ihrer Ansicht nach weiter verschlechtert.

Donald Trump verweist auf bestandene Gesundheitstests

Donald Trump selbst lehnt die Zweifel regelmäßig ab und verweist auf absolvierte Gesundheitschecks sowie kognitive Tests. Er erklärte erst kürzlich erneut, Tierzeichnungen korrekt erkannt und zugeordnet zu haben. Die Aussagen des Präsidenten konnten Kritiker und Experten jedoch nicht besänftigen.

Besonders alarmierend finden die Mediziner nach eigenen Angaben Trumps Selbstinszenierung. Sie sprechen von "größenwahnsinnigen und wahnhaften Überzeugungen". Demnach stelle sich Trump als unfehlbar dar und inszeniere sich in Bildern sogar als Papst, was nach Einschätzung der Experten auf den Glauben an eine göttliche Mission hindeute. Zudem präsentiere sich der Präsident als mythischer Kriegsheld und Kampfpilot. Problematisch sei auch seine angebliche Überzeugung, seine Macht kenne kaum Grenzen.

Ärzte warnen vor Kontrollverlust und Nachtaktivität

Die Expertengruppe wirft Trump außerdem rücksichtslose Drohungen gegen politische Gegner vor. Hinzu komme ein erheblicher Verlust der Selbstbeherrschung. Besonders auffällig sei laut den Medizinern eine "scheinbar zwanghafte, manische nächtliche Kommunikation". Als Beispiel nennen sie eine Nacht, in der Trump 150 Beiträge in sozialen Medien veröffentlicht habe. Die Ärzte beschreiben Trump zudem als fixiert auf vermeintliche Feinde und sprechen von Verfolgungswahn sowie unverhältnismäßigen Angriffen auf Personen und Institutionen.

Forderung nach Amtsenthebung des US-Präsidenten

Am Ende kommen die Experten zu einem drastischen Schluss: Trump sei "geistig nicht in der Lage, das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten auszuüben". Deshalb müssten "Schritte zu seiner Amtsenthebung mit größter Dringlichkeit unternommen werden". Die Verantwortung liege bei führenden Personen innerhalb der Regierung. Dabei erinnern die Mediziner an die letzten Tage von Ex-Präsident Richard Nixon. Damals sei aus Sorge vor unkontrollierten Entscheidungen sogar der Zugriff auf die Nuklear-Codes eingeschränkt worden.

Ob die Warnungen politische Folgen haben werden, gilt allerdings als fraglich. Die Trump-Regierung wird von engen Verbündeten des Präsidenten dominiert. Zu den loyalsten Unterstützern zählen unter anderem Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie Außenminister Marco Rubio. Beobachter halten es daher für unwahrscheinlich, dass innerhalb der Administration ernsthafte Schritte gegen Trump eingeleitet werden.

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