Neuaufstellung der FDP: Kubicki: FDP muss schnell wieder erfolgreich werden

Wahlniederlagen in Folge - wie viel Zeit bleibt der FDP für den Turnaround? Dies war eine der Fragen bei der Vorstellung der Kandidaten für die künftige Parteispitze. Gewählt wird in drei Wochen.

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Die politisch angeschlagene FDP hat nach Auffassung ihres stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Kubicki nur eine Überlebenschance, wenn sie schnell in die Erfolgsspur zurückfindet. "Ich glaube nicht, dass die Partei lange Zeit hat, Vertrauen zurückzugewinnen", sagte Kubicki bei einer Kandidatenvorstellung für die Neuwahl der FDP-Führung beim Bundesparteitag Ende Mai. Dort kandidiert der 74-Jährige für das Amt des Bundesvorsitzenden

Kubicki setzt auf Erfahrung - Höne auf neue Köpfe

"Wenn wir bei den Meinungsumfragen nicht relativ zeitnah die Fünf-Prozent-Hürde auch nur erreichen, werden wir schlicht und ergreifend nicht mehr wahr- oder ernst genommen", betonte Kubicki. "Dann verlieren wir die nächsten Wahlen. Und jede verlorene Wahl macht es schwerer, die nächste Wahl zu gewinnen." Der frühere Bundestagsvizepräsident warb mit seiner jahrzehntelangen politischen Erfahrung für sich. Er habe die FDP bereits viermal in Parlamente zurückgeführt - "wo keiner dran dachte, dass es funktionieren kann".

Kubickis Konkurrent Henning Höne präsentierte sich dagegen als frisches Gesicht der FDP. "Ich sehe die Partei in einer Vertrauenskrise", sagte der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende. "Es geht darum, neues Vertrauen zurückzugewinnen. (...) Und wenn es um neues Vertrauen geht, aber nicht so sehr um die Neuerfindung des Liberalismus dahinter steckt, dann braucht es neue Köpfe, die genau dieses neue Vertrauen erarbeiten können."

FDP steckt nach vielen Wahlniederlagen in existenzieller Krise

Die FDP steckt in einer tiefen Krise. Bei der Bundestagswahl im Februar vergangenen Jahres scheiterte sie an der Fünf-Prozent-Hürde und flog aus dem Parlament. Sie sitzt auch nur noch in 6 der 16 Landesparlamente. In diesem Jahr musste sie bei den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit 4,4 beziehungsweise 2,1 Prozent schwere Niederlagen einstecken.

Daraufhin trat die gesamte Führung der Bundespartei zurück. Der bisherige Vorsitzende Christian Dürr kündigte zunächst an, beim Parteitag Ende Mai erneut anzutreten. Er zog dann aber zurück, als Kubicki seine Kandidatur anmeldete.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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