Wladimir Putin: ARD, ZDF, Sky verboten - Moskau schließt westliche Sender von Militärparade aus
Kurz vor der traditionellen Militärparade am 9. Mai schließt Russland zahlreiche westliche Medien von der Berichterstattung aus. Zudem soll erstmals keine schwere Militärtechnik gezeigt werden.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Westliche Medien offenbar kurzfristig ausgeladen von Putin
- Keine Panzer bei Militärparade in Moskau geplant
- Sicherheitslage rund um Ukraine-Krieg bleibt angespannt
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Kurz vor den Feierlichkeiten zum 9. Mai sorgt der Kreml mit einer überraschenden Entscheidung für Kritik. Mehrere internationale Medien sollen nicht mehr über die traditionelle Militärparade auf dem Roten Platz berichten dürfen. Betroffen sind laut "Bild" zahlreiche westliche Sender und Nachrichtenagenturen.
Internationale Reporter erhalten kurzfristige Absagen
Wie auch "Spiegel" berichtet, wurden bereits zugesagte Zugänge zur Parade offenbar kurzfristig zurückgenommen. Demnach sollen unter anderem Journalisten von ARD, ZDF, AFP, Sky sowie Medien aus Italien und Japan betroffen sein. Offiziell verweist die russische Seite auf Änderungen beim Ablauf der Veranstaltung. Die Berichterstattung werde wegen der aktuellen Lage eingeschränkt, hieß es aus dem Umfeld des Kremls.
Kreml reagiert ausweichend auf Vorwürfe
Kremlsprecher Dmitri Peskow wies Vorwürfe zurück, bereits erteilte Akkreditierungen entzogen zu haben. Gleichzeitig bestätigte er jedoch, dass die Zahl der zugelassenen Journalisten begrenzt werde. Nach russischen Regeln können Genehmigungen für Veranstaltungen jederzeit geändert oder widerrufen werden. Dadurch bleibt der Regierung großer Spielraum bei der Auswahl internationaler Medienvertreter.
Militärparade deutlich kleiner als in Vorjahren
Auch bei der Parade selbst zeichnet sich eine ungewöhnliche Veränderung ab. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wird in diesem Jahr offenbar auf die Präsentation schwerer Militärtechnik verzichtet. Normalerweise gehören Panzer, Raketenwerfer und andere Waffenfahrzeuge zu den zentralen Symbolen der Veranstaltung. Diesmal soll die Militärshow jedoch deutlich reduziert ausfallen. Zusätzlich werden offenbar auch weniger Zuschauer zugelassen als in den vergangenen Jahren.
Sicherheitslage sorgt offenbar für Nervosität
Hintergrund der Maßnahmen dürfte die angespannte Sicherheitslage rund um den Ukraine-Krieg sein. In Moskau wächst offenbar die Sorge vor möglichen Angriffen oder Störungen während der Parade. Russland hatte zwar eine zeitweise Waffenruhe rund um die Feierlichkeiten angekündigt. Nach ukrainischen Angaben kam es dennoch weiterhin zu Angriffen und Raketenalarm.
Symbolkraft des 9. Mai unter besonderer Beobachtung
Der 9. Mai besitzt in Russland traditionell große politische und historische Bedeutung. Mit der Parade erinnert das Land jedes Jahr an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg.
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mlk/news.de
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