Altersvorsorge: Bundesrat stimmt Reform der privaten Altersvorsorge zu
Die Riester-Rente steht schon lange in der Kritik. Nun gibt es ein Nachfolgemodell für private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung. Dabei gibt es sichere und riskantere Varianten.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der Bundesrat hat der neuen privaten Altersvorsorge zugestimmt, die die immer unbeliebter werdende Riester-Rente ablöst. Die Bundesregierung will mit den staatlich geförderten Möglichkeiten erreichen, dass mehr Menschen privat Geld für die Rente zurücklegen.
Neben einer Altersvorsorge, bei der 100 Prozent der eingezahlten Beiträge garantiert ausgezahlt werden, soll es künftig auch eine Variante mit 80-prozentiger Garantie und ein Altersvorsorgedepot ohne Garantien geben. Dadurch lassen sich höhere Renditen am Kapitalmarkt erzielen. Geplant ist auch ein von einem öffentlichen Träger angebotenes Standarddepot. Anders als bisher sollen zudem alle Selbstständigen einbezogen werden.
Maximale jährliche Zulage beträgt für Kinderlose 540 Euro
Bei einem Sparbetrag bis zu 360 Euro im Jahr gibt der Staat pro eingezahltem Euro 50 Cent dazu. Für Sparbeträge von 360 bis 1.800 Euro wird jeder privat eingezahlte Euro staatlich um 25 Cent aufgestockt. Damit ist eine maximale Grundzulage von 540 Euro jährlich möglich. Dazu kommt für Familien ein Kinderzuschlag: Ab einem monatlichen Sparbeitrag von 25 Euro kann man den vollen Kinderzuschlag von 300 Euro pro Kind und Jahr erhalten.
Der Bundestag hatte während seiner Beratungen noch Forderungen der Länder in den Gesetzentwurf der Bundesregierung aufgenommen. Der Bundesrat bat die Bundesregierung nun in einer Entschließung zu prüfen, ob die Deutsche Bundesbank die Vermögensverwaltung für das staatliche Standardprodukt übernehmen könne. Auch sollte dieses möglichst so ausgestaltet werden, dass die Anleger auch eine Variante wählen können, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt.
Private Vorsorge wegen Problemen bei gesetzlicher Rente wichtig
Hintergrund der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge sind die Probleme in der gesetzlichen Rente: Immer weniger Menschen zahlen ein, gleichzeitig gibt es mehr und ältere Rentner. Private Vorsorge wird deshalb immer wichtiger, um im Alter seinen Lebensstandard halten zu können. Als weitere Säule der Altersvorsorge gilt die betriebliche Rente.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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