Donald Trump: Papst Leo schlägt gegen Trump zurück - und nennt nicht einmal seinen Namen

Donald Trump beschuldigt Papst Leo XIV., Katholiken weltweit in Gefahr zu bringen. Eine solche Äußerung hat der Pontifex jedoch nie getätigt - jetzt reagiert er auf den Trump-Vorwurf. Mit einer vielsagenden Antwort.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Papst Leo IVX. hat eine Spitze gegen Donald Trump ausgeteilt. (Foto) Suche
Papst Leo IVX. hat eine Spitze gegen Donald Trump ausgeteilt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Misper Apawu
  • Donald Trump: Papst Leo schlägt nach Attacke zurück
  • Trump wirft Papst vor, Katholiken zu gefährden
  • US-Botschafter will nach Trump-Attacke entschärfen

Papst Leo XIV. hat offenbar auf die wiederholten Angriffe von US-Präsident Donald Trump reagiert und seine zentrale Aufgabe bekräftigt. Der Pontifex erklärte mit einer vielsagenden Spitze, die Kirche habe den Auftrag, das Evangelium und den Frieden zu verkünden. Kritik daran nehme er in Kauf.

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Donald Trump: Papst Leo schlägt nach Attacke zurück - ohne Namen zu nennen

"Die Mission der Kirche ist es, das Evangelium zu predigen, Frieden zu predigen", sagte der Papst laut der Nachrichtenagentur Reuters. "Wenn jemand mich dafür kritisieren will, dass ich das Evangelium predige, hoffe ich einfach, dass man mir zuhört, wegen des Wertes von Gottes Worten", erklärte der Pontifex mit einer vielsagenden Spitze gegen Donald Trump - ohne dessen Namen zu nennen.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist Donald Trumps Vorwurf, der Papst halte es für in Ordnung, dass der Iran Atomwaffen besitze. Eine solche Äußerung hat der Papst jedoch nie getätigt. Tatsächlich hatte sich Leo gegen den Krieg der USA und Israels gegen den Iran positioniert. Das sorgte für erheblichen Unmut beim US-Präsidenten, der daraufhin mehrfach gegen das Oberhaupt der katholischen Kirche ausgeteilt hat.

Trump wirft Papst vor, Katholiken zu gefährden

In einem Interview mit dem konservativen Radio-Talkshow-Moderator Hugh Hewitt verschärfte Trump seine Vorwürfe gegen den Papst diese Woche deutlich. Der US-Präsident behauptete, das Kirchenoberhaupt bringe "viele Katholiken und viele Menschen in Gefahr".

Inmitten der diplomatischen Verstimmungen hat sich US-Außenminister Marco Rubio auf den Weg nach Rom gemacht. Der zweitägige Aufenthalt im Vatikan soll dazu dienen, die Beziehungen zwischen Washington und dem Heiligen Stuhl wieder zu stabilisieren. Das State Department kündigte an, Rubio werde an der Verbesserung der bilateralen Kontakte zu Italien und zum Vatikan arbeiten.

US-Botschafter will nach Trump-Attacke entschärfen

Trotz der öffentlichen Auseinandersetzungen versucht Brian Burch, der US-Botschafter beim Heiligen Stuhl, die Situation zu entschärfen. Gegenüber Journalisten wies er die Vorstellung zurück, zwischen Washington und dem Vatikan bestehe ein grundlegender Bruch. Nationen hätten eben Meinungsverschiedenheiten, erklärte der Diplomat diese Woche.

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