Donald Trump: Sekundenschlaf im Weißen Haus - jüngster Trump-Auftritt wirft Fragen auf

Gerade noch prahlte er mit geistiger Höchstform – nur einen Tag später kämpft Donald Trump sichtbar gegen den Schlaf. Szenen aus dem Oval Office sorgen jetzt für Wirbel – und liefern seinen Kritikern neue Angriffsfläche.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Nur einen Tag nachdem Donald Trump verkündete, er fühle sich "wie vor 50 Jahren", kämpfte der 79-Jährige bei einer Zeremonie im Oval Office sichtbar gegen das Einnicken. (Foto) Suche
Nur einen Tag nachdem Donald Trump verkündete, er fühle sich "wie vor 50 Jahren", kämpfte der 79-Jährige bei einer Zeremonie im Oval Office sichtbar gegen das Einnicken. Bild: picture alliance/dpa/AP | Matt Rourke
  • US-Präsident Donald Trump nickt bei öffentlichem Auftritt ein
  • Vorfall folgt direkt auf seine Aussagen über angeblich außergewöhnliche geistige Fitness
  • Kritik wächst – auch politische Gegner nutzen den Moment für Spott

Bei einer Zeremonie im Oval Office zur Wiedereinführung des Presidential Fitness Tests für Schulen hatte US-Präsident Donald Trump am Dienstag offensichtlich Mühe, wach zu bleiben. Der 79-Jährige verfiel in einen Zustand schwerer Müdigkeit, während seine Kabinettsmitglieder das Wort ergriffen.

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Augen zu im Oval Office: Donald Trump ringt mit der Müdigkeit

Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., Verteidigungsminister Pete Hegseth und Bildungsministerin Linda McMahon sprachen über die Bedeutung von körperlicher Bewegung. Währenddessen fielen Trump wiederholt die Augen zu. Als Kennedy den Präsidenten für seine "Führungsstärke und Vision" lobte, schloss Trump die Augen und hob anschließend die Augenbrauen – ein erkennbarer Versuch, dem Schlaf zu widerstehen. Seine Augenlider senkten sich jedoch immer wieder.

Ein Video, gepostet von Journalist Aaron Rupar, dokumentiert den Vorfall. "Trump, umgeben von Kindern, kämpft darum, wach zu bleiben, während RFK Jr. endlos vor sich hin monologisiert", kommentierte Rupar die Szenen.

Nur einen Tag nach seiner Fitness-Prahlerei nickt Trump wieder ein

Das Timing des Vorfalls könnte kaum ungünstiger sein. Erst am Montag hatte Trump bei einem Gipfeltreffen für Kleinunternehmen im Weißen Haus seine geistige Schärfe hervorgehoben. "Ich fühle mich genauso wie vor 50 Jahren", erklärte der Präsident und fügte hinzu, dass er es mitteilen werde, sollte sich das ändern.

Besonders stolz zeigte sich Trump auf seine Ergebnisse beim Montreal Cognitive Assessment. Er habe den Test dreimal absolviert und jedes Mal perfekt abgeschnitten – laut einem Arzt sei das noch nie vorgekommen. Die ersten Fragen seien einfach, prahlte er, doch "wenn man zur Mitte kommt, werden sie sehr schwierig".

"Dozy Don" – Trumps eigener Spott fällt auf ihn zurück

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat den Präsidenten bereits mit dem Spitznamen "Dozy Don" bedacht – eine direkte Anspielung auf "Sleepy Joe", mit dem Trump einst seinen Vorgänger Joe Biden verspottete. Schon vor knapp zwei Wochen hatte Newsom Trump vorgeworfen, bei einer Veranstaltung zur Gesundheitsversorgung "am Steuer eingeschlafen" zu sein.

Das Weiße Haus reagierte auf die jüngsten Bilder mit einer bemerkenswerten Stellungnahme. Sprecher Davis Ingle erklärte gegenüber "The Daily Beast": "Präsident Trump ist der schärfste, zugänglichste und energiegeladenste Präsident der amerikanischen Geschichte."

Gesundheitsfragen zu Trump bleiben unbeantwortet

Trumps letzte umfassende Gesundheitsuntersuchung fand am 11. April 2025 statt – also vor mehr als einem Jahr. Das Weiße Haus äußerte sich nicht dazu, ob der Präsident eine erneute Untersuchung plant.

Bereits bekannt ist, dass Trump an chronischer Veneninsuffizienz leidet – einer bei älteren Menschen verbreiteten Erkrankung, bei der die Beinvenen Schwierigkeiten haben, Blut zum Herzen zurückzupumpen. Die häufigen Blutergüsse des Präsidenten erklärte das Weiße Haus mit seinem Aspirin-Konsum und dem vielen Händeschütteln.

Berichten zufolge ärgert sich Trump darüber, dass er nun derselben kritischen Beobachtung ausgesetzt ist, die einst Biden verfolgte.

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