Donald Trump : Fox–Zuschauer rechnen in TV-Sendung ab - "einfach unglaublich"

Selbst die Fox-Zuschauerschaft hat genug von US-Präsident Donald Trump. Während einer TV-Show rechnen die Wähler mit dem 79-Jährigen ab - sie zeigen sich enttäuscht und wollen sogar bei künftigen Wahlen zu Hause bleiben. 

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Es wird immer spürbarer, wie unzufrieden die Bevölkerung mit US-Präsident Donald Trump ist. (Foto) Suche
Es wird immer spürbarer, wie unzufrieden die Bevölkerung mit US-Präsident Donald Trump ist. Bild: /dpa/AP/Alex Brandon
  • Fox-Zuschauer:innen äußern ihren Unmut über Donald Trump
  • Wählerin so frustriert, dass sie gar nicht mehr zur Wahl gehen möchte
  • Donald Trump kann Wahlversprechen nicht halten

Donald Trump stürzt laut neuesten Umfragen immer weiter ab. Aber eigentlich konnte er sich bis jetzt auf eine hartgesottene Basis verlassen - bis jetzt. Ausgerechnet die Zuschauerschaft des TV-Senders "Fox News", ein Medium, welches bisher als besonders trumpnah galt, äußert ihren Unmut über den US-Präsidenten. Seine Kandidatur könnte schwerwiegende Folgen haben.

Donald Trump sorgt für Frust - Wählerin will künftig nicht mehr abstimmen

Bei einer Sendung von "Fox News" am Montag machten Wähler ihrem Unmut über die wirtschaftliche Lage unter Präsident Donald Trump Luft. Eine unabhängige Wählerin namens Mary Josephine erklärte gegenüber Moderatorin Harris Faulkner, sie erwäge angesichts ihrer Enttäuschung sogar, bei den anstehenden Zwischenwahlen gar nicht erst zur Urne zu gehen.

Preise seien nach wie vor "sehr, sehr, sehr hoch"

"Ehrlich gesagt hält mich zurück, dass ich das Gefühl habe, die Veränderung, die ich vom Präsidenten selbst erwartet habe, spüre ich in meinem Alltag nicht", sagte die Wählerin. Die Preise seien nach wie vor "sehr, sehr, sehr hoch" – ob im Supermarkt oder anderswo. Trotz republikanischer Regierungskontrolle habe sich für normale Bürger wenig geändert.

Benzin und Lebensmittel belasten den Geldbeutel

Die Wählerin machte deutlich, dass die Inflation weiterhin spürbar sei und den Alltag der Menschen belaste. "Leider haben wir jetzt die höheren Benzinpreise, die den normalen Leuten wirklich in der Tasche wehtun", erklärte sie im Gespräch mit Faulkner gegenüber "Fox News".

Besonders frustrierend sei für sie das Gefühl, dass sich trotz des Regierungswechsels nichts Grundlegendes verändert habe. "Was ändert sich wirklich? Ich habe einfach das Gefühl, dass wir das Schiff in dieselbe Richtung steuern", so Mary Josephine. Sie habe ihr ganzes Leben lang gewählt – doch die aktuelle Frustration sei "einfach unglaublich".

Republikaner vermisst Fokus auf echte Probleme

Doch damit nicht genug. Auch aus den eigenen Reihen kam Kritik an der Regierung, berichtet "Rawstory". Der republikanische Wähler David bemängelte bei "Fox News", dass die Prioritäten falsch gesetzt würden. "Die Leute wollen sehen, dass die Botschaften, die Gesetze und alles, was dazugehört, die Sorgen der Wähler widerspiegeln – ob es nun um Wohnen oder Gesundheitsversorgung geht", sagte er.

Die Bürger wünschten sich einen anderen "Fokus", damit sie das Gefühl hätten, Entlastung zu bekommen oder zumindest einen Versuch in diese Richtung zu erkennen.

Die Kritik der Wähler bei "Fox News" spiegelt das aktuelle Stimmungsbild in den USA wieder. Kritiker:innen sind sich sogar sicher, dass der US–Präsident mit seiner kontroversen Außenpolitik und die vernachlässigung von innenpolitischen Themen sein politisches Aus besiegelt habe.

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/bos/news.de/stg

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