Trump-Regierung dementiert: Wirbel um angeblichen Iran-Angriff auf US-Kriegsschiff

Aus dem Iran gibt es Berichte über Raketenangriffe auf ein US-Militärschiff. Doch die Regierung von Donald Trump reagiert prompt und dementiert einen angeblichen Angriff. Die Meldung kommt wenige Stunden nach der Verkündung des Starts einer neuen US-Initiative in der Straße von Hormus.

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Die Regierung von Donald Trump dementierte den angeblichen Iran-Angriff auf ein US-Kriegsschiff. (Foto) Suche
Die Regierung von Donald Trump dementierte den angeblichen Iran-Angriff auf ein US-Kriegsschiff. Bild: picture alliance:dpa:AP Pool | Alex Brandon
  • Wirbel um angeblichen Iran-Angriff auf US-Kriegsschiff
  • Berichte aus dem Iran über Raketenangriffe auf ein US-Militärschiff
  • Trump-Regierung dementiert Raketenangriff

In der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus herrscht Verwirrung über einen angeblichen militärischen Zwischenfall. Iranische Nachrichtenagenturen, die enge Verbindungen zu den Revolutionsgarden unterhalten, verbreiteten momentan Meldungen über einen Raketenangriff auf ein US-amerikanisches Kriegsschiff.

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Wirbel um angeblichen Iran-Angriff auf US-Kriegsschiff - Trump-Regierung dementiert

Demnach soll das US-Kriegsschiff "nahe dem Hafen von Jask am südlichen Eingang der Straße von Hormus" von zwei Geschossen getroffen worden sein, nachdem es iranische Warnungen ignoriert habe, und habe sich daraufhin zurückgezogen. Das US-Regionalkommando Centcom wies diese Darstellung jedoch umgehend zurück. Über den Kurznachrichtendienst X erklärte die für den Nahen Osten zuständige Militärbehörde, die Berichte aus iranischen Medien seien falsch.

"BEHAUPTUNG: Iranische Staatsmedien behaupten, die Islamische Revolutionsgarde des Iran habe ein US-Kriegsschiff mit zwei Raketen getroffen. FAKT: Es wurden keine Schiffe der US-Marine getroffen. Die US-Streitkräfte unterstützen das 'Project Freedom' und setzen die Seeblockade gegen iranische Häfen durch", heißt es im Centcom-X-Beitrag.

Berichte aus dem Iran über Raketenangriffe auf ein US-Militärschiff

Damit stehen sich zwei völlig gegensätzliche Versionen des Geschehens gegenüber, ohne dass bislang eine unabhängige Bestätigung vorliegt. Die Spannungen in der Region hatten sich bereits vor dem angeblichen Iran-Angriff auf das US-Kriegsschiff verschärft. Denn nachdem die Trump-Regierung seine neue Initiative "Projekt Freiheit" zur Sicherung der freien Durchfahrt durch die strategisch wichtige Meerenge angekündigt hatte, reagierte Teheran mit deutlichen Warnungen.

Iran droht Washington nach Ankündigung von "Projekt Freiheit"

Der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, stellte laut der Nachrichtenagentur "Tasnim" klar: Schiffe, die ohne vorherige Abstimmung mit dem Iran die Straße von Hormus passieren, müssten mit Angriffen rechnen. Von der Meldung über den angeblichen Angriff auf das US-Kriegsschiff abgesehen behaupteten iranische Streitkräfte außerdem, US-amerikanische Marineschiffe am Einfahren in die Meerenge gehindert zu haben. Die regierungsnahe Agentur "Fars" meldete, "feindliche Zerstörer" seien durch Warnungen gestoppt worden.

Faktenlage zum mutmaßlichen Iran-Angriff auf ein US-Kriegsschiff bleibt unklar

Eine unabhängige Überprüfung der iranischen Angaben war bislang nicht möglich. Die Nachrichtenagentur "Tasnim" kündigte an, in Kürze weitere Einzelheiten zu veröffentlichen. Auch die Nachrichtenagentur AFP griff die Berichte iranischer Medien über einen Raketenangriff auf eine US-Fregatte auf, konnte diese jedoch ebenfalls nicht verifizieren. Zu der behaupteten Behinderung amerikanischer Marineschiffe an der Einfahrt in die Meerenge nahmen die US-Streitkräfte zunächst keine Stellung. Damit bleibt offen, was sich tatsächlich in der für den internationalen Ölhandel kritischen Wasserstraße ereignet hat.

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/loc/news.de/dpa/stg

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