Donald Trump: US-Präsident in "totaler Panik"? Trump greift Wahlsystem an

Donald Trump greift das Wahlsystem frontal an. Der Präsident fordert drastische Änderungen – inklusive fast vollständigem Aus für die Briefwahl. Kritiker reagieren scharf und sprechen von einem gefährlichen Kurs.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump will das US-amerikanische Wahlsystem umkrempeln. (Foto) Suche
Donald Trump will das US-amerikanische Wahlsystem umkrempeln. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Trump fordert umfassende Wahlreformen in den USA
  • Briefwahl soll stark eingeschränkt werden
  • Kritik massiv: Beobachter werfen ihm undemokratische Absichten vor

Mit einem wütenden Rundumschlag auf Truth Social bringt Donald Trump die nächste politische Debatte ins Rollen: Der US-Präsident will das amerikanische Wahlsystem radikal umbauen und stellt dabei zentrale Prinzipien infrage. "Amerikas Wahlen sind manipuliert, gestohlen und ein Witz auf der ganzen Welt", schreibt Trump. "Entweder werden wir sie in Ordnung bringen, oder wir werden kein Land mehr haben." Er ruft Republikaner dazu auf, seine Reformen aktiv zu unterstützen.

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Vier-Punkte-Plan veröffentlicht: Donald Trump greift US-Wahlsystem an

Im Detail forderte Donald Trump von den Republikanern vier zentrale Maßnahmen: Zunächst die Verabschiedung des SAVE America Act. Zudem sollen sämtliche Wähler künftig einen Ausweis vorlegen müssen. Als dritten Punkt verlangte der US-Präsident einen verpflichtenden Nachweis der Staatsbürgerschaft für jeden, der seine Stimme abgeben möchte. Besonders weitreichend ist seine vierte Forderung: Die Briefwahl soll nahezu vollständig abgeschafft werden. Ausnahmen will Trump lediglich bei Krankheit, Behinderung, Militärdienst oder Reisen zulassen. Diese Einschränkungen würden das bisherige Wahlsystem grundlegend verändern.

Analysten spotten über Donald Trump

Politische Beobachter reagierten mit beißendem Spott auf Trumps Vorstoß. Der Autor Harry Turtledove kommentierte auf Bluesky: "Ironie ist tot. Ermordet. Tatverdächtiger: Mister 6. Januar" – eine Anspielung auf den Sturm auf das Kapitol 2021. Andere Stimmen werden deutlicher: Die Historikerin A.U. Davies warf dem Präsidenten vor, "massive Wählerunterdrückung" zu fordern, während seine Pressesprecherin gleichzeitig beteuerte, er sei keine Bedrohung für die Demokratie. Der Berater Milan Asanović sprach von "totaler Panik" und unterstellte Trump, erneut betrügen zu wollen, weil ihm eine Niederlage drohe.

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