Brisante Spritpreis-Studie : Abzocke an der Zapfsäule? Neue Regel macht Tanken noch teurer

Eigentlich sollte die neue Spritpreis-Regel für Entlastung sorgen – doch jetzt zeigt eine brisante Studie: Autofahrer zahlen drauf! Wer zur falschen Zeit tankt, wird regelrecht zur Kasse gebeten.

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Was als große Reform für mehr Transparenz an der Zapfsäule gedacht war, entwickelt sich zum Kosten-Booster für Millionen Autofahrer. (Foto) Suche
Was als große Reform für mehr Transparenz an der Zapfsäule gedacht war, entwickelt sich zum Kosten-Booster für Millionen Autofahrer. Bild: picture alliance/dpa | Frank Hammerschmidt
  • Neue Preisregel verpufft: Statt günstiger zu tanken, zahlen Autofahrer jetzt mehr
  • Studie schlägt Alarm: Margen bei Benzin stiegen um 5 bis 6 Cent pro Liter
  • Ungerecht verteilt: Frühaufsteher sparen – Pendler zahlen drauf

Eigentlich sollte alles besser werden: Seit dem 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal am Tag anheben – und zwar um Punkt 12 Uhr mittags. Preissenkungen bleiben dagegen rund um die Uhr möglich. Die Idee dahinter: weniger Chaos an der Zapfsäule, mehr Durchblick für Autofahrer.

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Sprit-Schock nach neuer Regel: Autofahrer zahlen plötzlich drauf

Doch eine aktuelle Untersuchung des ZEW Mannheim und des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie zeichnet ein ernüchterndes Bild. Laut der Studie kletterten die Benzin-Margen seit Inkrafttreten der Regelung um 5 bis 6 Cent pro Liter nach oben. Die Preise mögen nun vorhersehbarer sein – günstiger sind sie definitiv nicht geworden.

So haben die Forscher gerechnet

Für ihre Analyse nahmen die Wissenschaftler Daten von rund 15.000 Tankstellen unter die Lupe. Der Untersuchungszeitraum umfasste jeweils zwei Wochen vor und nach dem Stichtag der neuen Regelung. Um die tatsächlichen Margen zu ermitteln, zogen die Experten zunächst Steuern und Abgaben von den Zapfsäulenpreisen ab und verglichen diese Nettopreise anschließend mit den Großhandelsnotierungen aus der Region Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen.

Studie enthüllt: Benzin deutlich teurer trotz Reform

Das Resultat fällt eindeutig aus – zumindest beim Benzin: Bei E5 und E10 legten die Margen spürbar zu. Bei Diesel hingegen lässt sich kein klarer Trend ablesen. Dort sorgten heftige Schwankungen der internationalen Notierungen, ausgelöst durch den Iran-Konflikt, für ein verzerrtes Bild.

Timing entscheidet: Wer morgens tankt, spart bares Geld

Wer zeitlich flexibel ist und morgens zur Tankstelle fahren kann, hat mit der neuen Regelung gute Karten. In den Stunden vor der Mittagserhöhung lassen sich günstige Zeitfenster leichter finden. Berufstätige hingegen, die erst mittags oder nach Feierabend tanken können, greifen häufiger tief in die Tasche.

Kleine Tankstellen greifen kräftiger zu

Auffällig ist auch, wer besonders kräftig zulangt: Kleinere Ketten und unabhängige Tankstellenbetreiber schraubten ihre Margen deutlich stärker nach oben als die großen Konzerne. Ein möglicher Grund dafür liegt auf der Hand – die Branchenriesen stehen unter schärferer Beobachtung durch Kartellbehörden und Medien.

Süddeutschland tankt am teuersten

Auch geografisch zeigen sich deutliche Unterschiede. Besonders im Süden der Republik schlugen die Tankstellen kräftiger auf: Bei Benzin kamen dort zusätzlich bis zu 1,2 Cent pro Liter obendrauf, bei Diesel sogar bis zu 2,4 Cent.

Das Fazit der Studie fällt ernüchternd aus: Die Preissprünge an der Zapfsäule sind zwar leichter nachvollziehbar geworden. Doch unterm Strich zahlen Autofahrer mehr als vor der Reform. Die neue Transparenz hat ihren Preis – und der liegt bei 5 bis 6 Cent pro Liter Benzin.

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