Donald Trump: Trump nickt öffentlich ein - Kardiologe stellt Ferndiagnose

Während ein Pharma-Manager über unheilbare Krankheiten wie Alzheimer referierte, fielen US-Präsident Donald Trump im Oval Office die Augen zu. Es ist längst nicht das erste Mal. Ein Kardiologe schlägt indes Alarm.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump wurde wieder einmal mit geschlossenen Augen beobachtet. (Foto) Suche
Donald Trump wurde wieder einmal mit geschlossenen Augen beobachtet. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump fallen die Augen zu im Oval Office
  • Donald Trump verspottet als "Dozy Don" von Gavin Newsom
  • Kardiologe diagnostiziert Schlafstörung aus der Ferne
  • Donald Trump scheint immer wieder einzunicken
  • Donald Trump: Vom Spötter zum Verspotteten

Wieder eine lange Nacht bei Truth Social verbracht? Erneut ist US-Präsident Donald Trump dabei gefilmt worden, wie er während eines öffentlichen Auftritts wegzudösen scheint. Der 79-Jährige schloss bei einer Veranstaltung zur Bezahlbarkeit von Gesundheitsversorgung im Weißen Haus augenscheinlich die Augen und nickte weg.

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Donald Trump fallen die Augen zu im Oval Office

Der Vorfall ereignete sich im Oval Office. Videos beim Kurznachrichtendienst X dokumentieren das Geschehen. Len Schleifer, Geschäftsführer eines Pharmaunternehmens, erläuterte gerade ein experimentelles Medikament,das in klinischen Studien eine seltene Erkrankung, die Taubheit verursacht, geheilt hatte.

Als Schleifer eine Aufzählung von Krankheiten ohne Heilung vortrug - darunter Alzheimer - wirkte der US-Präsident ziemlich schläfrig. Die Kameras hielten den Moment fest, in dem Donald Trump offenbar kurzzeitig ins Reich der Träume abdriftete.

Donald Trump verspottet als "Dozy Don" von Gavin Newsom

Das Team von Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom ließ keine Zeit verstreichen und nutzte die Aufnahmen für eine beißende Attacke. In einem Beitrag auf der Plattform X wurde Donald Trump vorgeworfen, am "Steuer eingeschlafen" zu sein.

Besonders pikant: Newsoms Büro bediente sich dabei exakt jenes Stils, den Trump selbst für seine Online-Botschaften bevorzugt. In charakteristischen Großbuchstaben postete das Team des Gouverneurs: "DOZY DON IS BUSY DOZING" - auf Deutsch etwa "Der schläfrige Don ist am Dösen".

  • Der Spitzname "Dozy Don" spielt dabei auf Trumps Gewohnheit an, politische Kontrahenten mit abwertenden Beinamen zu versehen. Die Wortwahl traf den Präsidenten damit mit seinen eigenen rhetorischen Waffen.

Kardiologe diagnostiziert Schlafstörung aus der Ferne

Ein renommierter Mediziner äußerte sich besorgt zu den Aufnahmen und stellte eine fachliche Ferndiagnose. Dr. Jonathan Reiner, Kardiologe und ehemaliger Arzt im Weißen Haus unter George W. Bush, teilte das Trump-Video beim Kurznachrichtendienst X.

  • Der auch für CNN tätige Medizinanalyst formulierte seine Einschätzung diplomatisch. Reiner sprach von "Tagesmüdigkeit" oder übermäßiger Schläfrigkeit während des Tages, mit der Trump offenbar kämpfe, und richtete Empfehlungen an dessen Ärzteteam.

Der Arzt erklärte sein übliches Vorgehen bei derartigen Symptomen.

  • "Wenn ein Patient mir erzählt, dass er in Meetings nicht wach bleiben kann, führen wir formelle Schlaftests durch, um nach Schlafapnoe zu suchen", schrieb Reiner. Er zeigte sich überzeugt, dass das medizinische Team im Weißen Haus solche Untersuchungen bereits durchgeführt habe.
  • Dennoch kämpfe der Präsident weiterhin mit dem Problem, betonte der Kardiologe. Er verwies darauf, dass es sich um eine verbreitete Störung handle und durchaus Möglichkeiten bestünden, die Symptome zu verbessern.

Donald Trump scheint immer wieder einzunicken

Der Vorfall reiht sich in eine ganze Serie ähnlicher Momente ein, die bereits in diesem Jahr dokumentiert wurden.

  • Schon im vergangenen Monat war zu beobachten, wie der Präsident die Augen nicht offen halten konnte, während Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere hochrangige Beamte sprachen.
  • Im März genehmigte sich Trump offenbar ein Nickerchen, während Parlamentspräsident Mike Johnson über die Lage des College-Sports im Land referierte.
  • Wenige Tage zuvor zeigten Aufnahmen den Präsidenten mit geschlossenen Augen bei einem Treffen zu Energiepreisen für Verbraucher.
  • Bereits im Februar schloss Trump wiederholt für längere Phasen die Augen, als sein Leiter der Umweltschutzbehörde, Lee Zeldin, ausführlich über den Clean Air Act sprach. Als Zeldin endlich zum Ende kam, trat Trump ans Rednerpult und kommentierte knapp: "Das war lang."

Donald Trump: Vom Spötter zum Verspotteten

Trump selbst weist die Darstellung zurück, er würde bei Terminen einschlafen. Gegenüber dem "Wall Street Journal" erklärte er im Januar, er schließe lediglich gelegentlich die Augen.

  • "Das ist sehr entspannend für mich", sagte der Präsident und fügte hinzu, manchmal würden Fotografen ihn beim Blinzeln erwischen und genau in diesem Moment abdrücken.

Seine Mitarbeiter haben zudem wiederholt betont, wie wenig ihr Chef nachts tatsächlich schlafe. Trump pflegt die Gewohnheit, zu jeder Nachtzeit auf Social Media aktiv zu werden und dort Beiträge zu verfassen.

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