Wladimir Solowjow: "Ohne Russland keine Welt!" Putin-Propagandist ruft wieder zur Vernichtung auf
Im russischen Staatsfernsehen erklärt Moderator Wladimir Solowjow den Ukraine-Krieg zum "ewigen Kampf zwischen Gut und Böse". Außerdem fordert ein anderer Kreml-Propagandist die Vernichtung von "faschistischem Ungeziefer".
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Russische Propaganda eskaliert: Ukraine-Krieg wird als "ewiger Kampf" inszeniert
- Wladimir Solowjow: Kreml als "Licht" verklärt, Westen als "absolutes Böses" dargestellt
- Radikale Gewalt-Rhetorik: Gegner sollen :bis zur Wurzel vernichtet" werden
Seit mehr als vier Jahren dauern die Kämpfe bereits an und im russischen Staatsfunk wird der Ukraine-Krieg immer drastischer dargestellt. "Wir sind verpflichtet, zu siegen, denn der Krieg, der jetzt geführt wird, begann nicht am 24. Februar 2022", erklärte Moderator Wladimir Solowjow in seiner Sendung "Full Contact". "Und auch nicht 2014 mit dem blutigen Maidan. Dies ist ein ewiger Krieg zwischen Gut und Böse." Mit dieser Rhetorik stilisiert der Putin-Propagandist den Konflikt zu einem metaphysischen Kampf hoch, der weit über territoriale und politische Fragen hinausgeht.
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Kreml-Propaganda dreht auf: Wladimir Solowjow spricht von "ewigem Krieg"
In seinen Ausführungen zeichnet Solowjow ein extremes Weltbild. Den Westen bezeichnete er als "absolutes Böses, das eine einzige Idee verfolgt, die sich durch Jahrhunderte zieht: die Vernichtung Russlands". Diese feindlichen Mächte verglich er mit "Dunkelheit, die versucht, das Licht zu verschlingen". Dem gegenüber stellte der Moderator den Kreml als "Verkörperung des Lichts" dar. Dort schlage "das Herz unseres Volkes". Der Kreml sei ein "Symbol der Unsterblichkeit der russischen Seele" und stehe dafür, dass das russische Volk "von niemandem und niemals besiegt werden kann".
Noch drastischer äußerte sich ein Studiogast in der Sendung. Wettermoderator Jewgeni Tischkowez verglich den morgendlichen Regen mit den militärischen Operationen in der Ukraine: "Das erinnert übrigens an das, was gerade in der Zone der speziellen Militäroperation passiert, wo unsere Jungs russische Erde von allerlei faschistischem Ungeziefer säubern." Er sprach von "ukrainisch-banderistischen Bastarden", die "bis zur Wurzel vernichtet" werden müssten. Ein ukrainischer Staat in seiner jetzigen Form dürfe an Russlands südwestlichen Grenzen nicht existieren, forderte Tischkowez in der Sendung.
Putin-Propagandist sicher: Ohne Russland kein Weltfrieden
Solowjow verknüpfte in seiner Sendung den Ausgang des Krieges unmittelbar mit dem Schicksal der gesamten Menschheit. "Ohne Sieg gibt es kein Russland. Und wenn es kein Russland gibt, dann gibt es auch keine Welt", erklärte der Moderator und berief sich dabei auf Wladimir Putin: "'Wozu eine Welt, in der es kein Russland gibt?', sagte unser Oberbefehlshaber. So ist es." Mit dieser Argumentation wird ein russischer Sieg zur alternativlosen Notwendigkeit erklärt. Die Botschaft an das heimische Publikum ist eindeutig: Jeder müsse an seinem Platz alles für den Sieg tun.
Ein Mitschnitt der russischen Propaganda-Sendung wurde mit englischen Untertiteln auf YouTube veröffentlicht.
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bua/sfx/news.de
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