Lindsey Graham: Wirbel um Donald-Trump-Lob - US-Senator für Iran-Aussage gerügt
US-Senator Lindsey Graham äußerte sich zum Iran-Krieg. Er befürwortet die US-Blockade der Straße von Hormus. Dank Donald Trump sieht der Republikaner Chancen auf einen Regimewechsel. Kritiker reagieren erbost auf die Aussagen.
Von news.de Redakteurin Sabrina Böhme - Uhr
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- Lindsey Graham lobt nach Telefonat mit Donald Trump die Blockade in der Straße von Hormus
- US-Senator erwartet, dass die Blockade bestehen bleibt
- Kritik an Iran-Aussagen von Graham
US-Senator Lindsey Graham hofft im Iran-Krieg auf einen Regimewechsel. Das machte der Republikaner am Mittwoch (22. April 2026) in einem Beitrag auf der Plattform X deutlich. Dabei lobt er die Bemühungen von Donald Trump und seiner Regierung. Doch seine Aussagen lösen Besorgnis aus.
US-Senator wirft Iran nach Trump-Telefonat Terrorismusförderung vor
Seinem Beitrag ging nach eigenen Aussagen ein Telefonat mit dem US-Präsidenten und Verteidigungsminister Pete Hegseth voraus. Sie hätten über "den Weg nach vorn in Bezug auf den Iran-Konflikt" gesprochen. Das Telefonat bewertet er als positiv und lobt dabei die Entscheidung von Trump, die Blockade der Straße von Hormus aufrechtzuerhalten, als "klug". Er wirft Teheran vor, durch die Meerenge den Terrorismus zu fördern. "Sie hat einen starken Einfluss auf die Fähigkeit Irans, weiterhin der größte staatliche Sponsor des Terrorismus zu sein – was sie offenbar entschlossen sind zu tun."
I had a very good call this morning with @POTUS and @SecWar Pete Hegseth about the way forward regarding the Iran conflict.
— Lindsey Graham (@LindseyGrahamSC) April 22, 2026
I think the President’s decision to leave the blockade in place is very smart. It is having a strong effect on the ability of Iran to continue to be the…
Straße von Hormus: Republikaner hofft auf global werdende Blockade
Er erwarte, dass diese Blockade bestehen bleibt, bis der Iran seinen Kurs ändern wird. Außerdem erwarte er, "dass die Blockade wachsen wird und sie bald global werden könnte." Die Meerenge zwischen Persischem Golf und Golf von Oman ist zum Spielball geworden. Die Auswirkungen zeigten sich schnell. Aufgrund der Blockade stiegen weltweit die Ölpreise. Die USA blockieren ihrerseits die Straße von Hormus. Irans Verhandlungsführer und Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf, schrieb auf der Plattform X, dass die Öffnung der Straße von Hormus nicht möglich sei, wenn es zu solchen "schweren Verstößen gegen die Waffenruhe" komme.Trump verlängerte vor wenigen Tagen die Waffenruhe einseitig.
Lindsey Graham lobt Trump: Chance auf Ende des Iran-Kriegs durch Regimewechsel
In seinem vorletzten Absatz droht er indirekt anderen Ländern. "An jene, die dem iranischen Regime bei der Verteilung seines Öls behilflich sind oder sind – das Ressourcen für Terrorismus liefert –, ihr tut dies auf eigene Gefahr." Donald Trump und "sein Team" gratuliert er. Er hält die aktuelle Lage für "die beste Chance seit 1979, das Verhalten des Regimes zu ändern, und ich hoffe, dass dies durch Diplomatie erreicht werden kann."
Lindsey Graham nach Iran-Beitrag kritisiert
Anders als Grahams Beitrag es vermuten lässt, zeigen sich Kritiker nicht so optimistisch. Sie rügen den Trump-nahen US-Senator:
- "Wenn Lindsey Graham zufrieden ist, dann ist mit mehr Krieg zu rechnen", schreibt der ehemalige Journalist Robert McCartney.
- "Klar doch, Lindsay. Hoffentlich lebst du lange genug, damit Trumps Anhänger dich als den Ausgestoßenen bezeichnen, der du bist. Du verkörperst alles, was im US-Kongress falsch läuft."
- "Es ist reine Zeitverschwendung zu glauben, dass sie ihr Verhalten ändern werden! Sie verspotten jetzt Präsident Trump wegen dieser Entscheidung! Der Nahe Osten und die ganze Welt können nur mit einem REGIMEWECHSEL im IRAN unter unserer königlichen Hoheit @PahlaviReza Frieden finden."
- "Sehr geehrter Herr Graham, ich verstehe nicht, warum es besonders klug sein soll, die Blockade aufrechtzuerhalten, wenn es sich dabei um eine Kriegshandlung handelt und Sie einen Waffenstillstand anstreben – das scheint dem Ziel und Zweck dessen zu widersprechen."
- "Bei allem Respekt, Senator, aber haben wir seit 1979 nicht schon 100.000 Mal die Wege der 'Verhaltensänderung' und der 'Diplomatie' beschritten?"
- "Das sicherste Anzeichen dafür, dass etwas Schlimmes bevorsteht", heißt es in einem Kommentar von Autor Ron Filipkowski.
Diese News über Donald Trump und die US-Regierung sorgten für Schlagzeilen:
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bos/loc/news.de/dpa
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