Donald Trump: Rede in fast leerer Kirche - Zuschauer meiden US-Präsidenten

Donald Trump stand bei einer Kundgebung in Phoenix fast vor leeren Rängen. Statt eines großen Andrangs blieben die Sitze fast unbesetzt. Selbst langjährige Unterstützer zeigten sich fassungslos über den Anblick der halbleeren Kirche.

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Donald Trump zieht kaum noch Menschen an.  (Foto) Suche
Donald Trump zieht kaum noch Menschen an.  Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Kaum Zuschauer bei Trump-Kundgebung in Phoenix
  • US-Präsident mobilisierte kaum Menschen für seinen Auftritt
  • Trump-Wählerin fassungslos über ausbleibende Besucher

Die Zeiten, in denen Donald Trump mühelos Sportarenen füllte, scheinen vorbei zu sein. Bei einer Kundgebung von Turning Point USA am Freitagabend (17. April) stand Trump vor wenigen Zuhörern. In der Dream City Church in Phoenix blieb rund ein Drittel der 4.500 Plätze unbesetzt. Laut einem Sprecher der Organisation erschienen lediglich etwa 3.000 Besucher.

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Donald Trump stand fast vor leeren Plätzen

Noch am selben Tag hatte der Präsident auf Truth Social eine "große Menschenmenge" angekündigt. Die Realität in der halbleeren Kirche zeichnete jedoch ein anderes Bild. Für einen Politiker, der einst regelmäßig Stadien zum Bersten brachte, markiert dieser Abend einen bemerkenswerten Einbruch seiner Mobilisierungskraft, wie die "Washington Post" berichtet.

Trump-Wählerin schockiert über Besucherschwund bei Trump-Auftritt

Die magere Beteiligung überraschte selbst treue Anhänger des Präsidenten. Diane Niemann, eine pensionierte Zahnarzthelferin und langjährige Trump-Wählerin, hatte ursprünglich gar nicht vorgehabt, zur Veranstaltung zu kommen. Erst als sie bemerkte, dass sich kaum Warteschlangen gebildet hatten, entschied sie sich spontan doch noch zur Teilnahme. "Ich bin völlig schockiert", sagte Niemann gegenüber der "Washington Post". Für jemanden, der die Massenaufläufe früherer Trump-Veranstaltungen gewohnt ist, bot der Anblick der vielen leeren Sitzreihen in der Megakirche offenbar ein ernüchterndes Bild.

Trump verliert Zuschauer

Was hinter den wegbleibenden Besuchern steckt, darüber lässt sich nur mutmaßen. Einige aktuelle Entwicklungen könnten aber dahinterstecken. Die Unzufriedenheit der Wähler mit Trumps unpopulärem Iran-Krieg drückt offenbar auf die Mobilisierung. Hinzu kommt, dass Turning Point USA nach dem Tod von Gründer Charlie Kirk deutlich an Schlagkraft verloren hat – die Organisation war einst eine zentrale Stütze für die Basis-Mobilisierung. Auch wirtschaftliche Sorgen belasten die Stimmung unter den Anhängern.

Kaum junge Wähler - Trump-Rede an ältere Unterstützer

Die Veranstaltung in der Kirche sollte eigentlich dazu dienen, Unterstützung unter jungen Wählern zu gewinnen. "Ich habe noch nie so viele junge Menschen gesehen", sagte Trump zum Publikum. Stattdessen setzte sich das Publikum aber überwiegend aus älteren Besuchern zusammen, die sich vor allem mit innerparteilichen Konflikten beschäftigten. Diese demografische Verfehlung des eigentlichen Zielpublikums verstärkt die Sorgen im Trump-Lager. Das machte seine Rede deutlich. Darin sprach er über den Iran-Krieg und andere Themen, über die eher ältere Anhänger sprechen.

Mit Blick auf die Zwischenwahlen sendet der schwach besuchte Abend in Phoenix ein deutliches Warnsignal. Trump betonte aber die Stärke seiner Partei, bei den Zwischenwahlen zu gewinnen. Die Kombination aus schwindender Begeisterung und wirtschaftlichem Unmut könnte sich für die Republikaner als problematisch erweisen. 

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