Donald Trump: Das "ist kein Witz für mich" – US-Präsident tobt auf Truth Social

Nächster Rückschlag für Donald Trump: Ein US-Richter stoppt erneut den geplanten Luxus-Ballsaal im Weißen Haus. Der Präsident reagiert wütend und teilt heftig gegen Richter und Klägerin aus.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump tobt, nachdem ein US-Bundesrichter den Bau seines Luxus-Ballsaals erneut stoppte. (Foto) Suche
Donald Trump tobt, nachdem ein US-Bundesrichter den Bau seines Luxus-Ballsaals erneut stoppte. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Gericht stoppt Bau: Richter erklärt Trumps Ballsaal-Projekt erneut für rechtswidrig
  • Klare Ansage: Ohne Zustimmung des Kongresses darf nicht gebaut werden
  • Trump tobt: Präsident beschimpft Richter als "Trump-Hasser"

Der geplante Ballsaal am Weißen Haus bleibt ein juristisches Schlachtfeld. Nun kassierte Donald Trump erneut einen herben Rückschlag. Bundesrichter Richard Leon hat das umstrittene Bauprojekt des US-Präsidenten am Donnerstag (16.04.2026) erneut für rechtswidrig erklärt. Damit verschärfte der Richter seine bereits Ende März erlassene Verfügung, die den Bau erstmals stoppte. Leon stellte klar: Ohne Zustimmung des Kongresses darf der oberirdische Bau nicht umgesetzt werden. Donald Trump reagierte prompt und wenig überraschend mit scharfen Worten auf seiner Plattform Truth Social. Der US-Präsident bezeichnete den Richter als "Trump-Hasser" und griff auch die Klägerin persönlich an.

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Gericht stoppt Donald Trump umstrittenen Ballsaal-Bau

In seinem Urteil fand der Richter deutliche Worte für Trumps Umgang mit der ersten Verfügung. Die Auslegung durch den US-Präsidenten und beteiligte Bundesbehörden sei "dreist" und "unaufrichtig" gewesen. Das Argument, Sicherheitsanforderungen würden den Bau zwingend notwendig machen, wies der Richter entschieden zurück. Der zentrale Punkt seiner Begründung: Trump sei schlicht "nicht der Eigentümer" des Weißen Hauses. Für die Errichtung eines Ballsaals benötige er daher die ausdrückliche Zustimmung des Kongresses. Allerdings ließ Leon eine Hintertür offen. Die von Trump ebenfalls geplanten unterirdischen Anlagen könnten von dieser Regelung möglicherweise ausgenommen sein.

"Kein Witz für mich!" Donald Trump schießt gegen Richter und Klägerin

Auf Truth Social ließ der Präsident seinem Ärger freien Lauf. Leon sei ein "Trump-Hasser", dessen Urteil sich "radikal" von seiner ersten Entscheidung unterscheide. Besonders scharf attackierte Trump die Klägerin: "Eine Frau, die ihren Hund ausführt, hat absolut KEINE KLAGEBEFUGNIS, um einen so bedeutsamen Fall gegen unser Land anzustrengen." Der US-Präsident wies darauf hin, dass politische Kommentatoren den Fall als "Witz" bezeichneten. "Aber es ist kein Witz für mich oder das amerikanische Volk", schrieb er. Zu viel Arbeit, Zeit und Geld seien investiert worden. Trumps Fazit: Er werde das Urteil "NICHT AKZEPTIEREN".

Denkmalschützer kämpfen gegen Trump-Ballsaal

Hinter der Klage steht die Organisation National Trust for Historic Preservation, die sich für den Schutz historischer Gebäude einsetzt. Eine beteiligte Expertin warnte vor Schäden durch das Bauprojekt. Trump hingegen stellt das Vorhaben als Geschenk im Wert von 400 Millionen Dollar dar – finanziert durch private Spender.

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