Berlin: Deutschland: Weitere 212 Millionen Euro für Sudan-Hilfe
Die Krise im Sudan spitzt sich zu. Doch die Kriege im Iran und der Ukraine drängen die humanitäre Katastrophe in dem Land in den Hintergrund. Außenminister Wadephul will das ändern.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Im Kampf gegen die aktuell weltweit größte humanitäre Katastrophe im Sudan stellt Deutschland in diesem Jahr weitere 212 Millionen Euro zur Verfügung. Das kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) in Berlin bei den Beratungen der dritten internationalen Sudan-Konferenz an. Zugleich rief er andere Länder, Organisationen und Akteure des Privatsektors auf, sich an der Hilfe zu beteiligen. "Lasst uns unsere Kräfte bündeln, damit humanitäre Hilfe und humanitäre Diplomatie Leben retten können", sagte er.
Die außergewöhnliche Krise im Sudan erfordere "mehr als nur unsere Aufmerksamkeit, sie erfordert Handeln. Denn die Situation im Sudan wird in Zukunft weitaus schwieriger sein", sagte Wadephul. Russlands andauernder Krieg gegen die Ukraine und der Krieg im Nahen Osten verschärften die Krise für die Menschen im Sudan und in der Region, "die bereits unter unerträglichen Bedingungen leben", sagte Wadephul.
"Wir müssen daher unsere Hilfe ausweiten und Druck auf die Kriegsparteien ausüben, um humanitäre Hilfe für die Menschen im gesamten Sudan zu gewährleisten", verlangte der Bundesaußenminister. Die Konferenz in Berlin könne "ein Moment der Hoffnung für die Menschen im Sudan werden. Nutzen wir diese Chance gemeinsam."
Die Sudan-Konferenz in Berlin nach Treffen in Paris und London wurde von der Bundesregierung zusammen mit Großbritannien, Frankreich, den USA sowie der EU und Afrikanischen Union ausgerichtet. In Paris hatte es Hilfszusagen in Höhe von etwa zwei Milliarden Euro und in London von etwa einer Milliarde Euro gegeben. Wadephul hatte am Morgen im Deutschlandfunk gesagt, Ziel sei es, in Berlin die Mittel der vorherigen Konferenz in London zu übertreffen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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