Historisches Treffen: Gespräche zwischen Israel und Libanon beginnen

Seit Wochen stehen Israel und die Hisbollah im Libanon erneut in einem offenen Krieg. Nun führen Israel und der Libanon direkte Gespräche in den USA. Kommt es zum Durchbruch?

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Zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind israelische und libanesische Vertreter zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene zusammengekommen. Auf Bildern aus Washington zum Auftakt des Treffens war US-Außenminister Marco Rubio an der Seite der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und dem israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter, zu sehen. Laut libanesischen Regierungskreisen soll das Treffen rund eine Stunde dauern.

Offiziell sind die beiden Nachbarstaaten im Kriegszustand. Bei den Gesprächen handelt es sich um die ersten direkten politischen Gespräche seit 1983. Israel strebt nach Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an. Er fordert zudem eine Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, die mit dem Iran verbündet ist.

Die Schiitenmiliz lehnt dies jedoch ab. Sie rief die Regierung in Beirut dazu auf, die Gespräche abzusagen. Zum Auftakt des Treffens feuerte sie nach eigenen Angaben Raketensalven in Richtung in Israel. Israels Armee warnte am Abend, dass es möglich sei, dass sich der Beschuss der Hisbollah auf Nordisrael ausweite.

Die libanesische Regierung will vor allem zunächst eine Waffenruhe durchsetzen und fordert einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanons erreichen.

Seit Beginn des jüngsten Iran-Kriegs war auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah wieder aufgeflammt. Die libanesische Führung hatte sich 2024 zu einer Entwaffnung der Hisbollah verpflichtet. Dies ist aber bislang nicht gelungen, auch weil die libanesische Armee als deutlich unterlegen gegenüber der mächtigen Schiitenmiliz gilt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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