Donald Trump: "Sie haben genug von ihm" - Experte zieht drastischen Schluss
Ein ehemaliger republikanischer Stratege glaubt nach einem bezeichnenden Auftritt von Donald Trump, dass ein Wendepunkt erreicht wurde. Die MAGA-Basis verliert die Geduld mit ihrem vermeintlichen Heilsbringer: "Sie haben genug von ihm", analysiert der Experte.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump ausgebuht bei UFC-Event
- Trump-Experte sicher: "Sie haben genug von ihm"
- Donald Trumps Iran-Debakel könnte zum Wendepunkt werden
Am vergangenen Wochenende erlebte US-Präsident Donald Trump einen ungewöhnlichen Empfang bei einem Mixed-Martial-Arts-Event (UFC) in Miami. Als er zusammen mit seiner Familie die Arena betrat, schlugen ihm aus dem Publikum Buhrufe entgegen. Die Szene wurde auf Video festgehalten, ging in den sozialen Netzwerken viral und sorgt seither für Aufsehen.
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Trump-Experte sicher: "Sie haben genug von ihm"
Der ehemalige republikanische Stratege Steve Schmidt interpretierte die Szene in einem neuen Video auf seiner Substack-Plattform "The Warning" als bedeutsames Signal.
- Er betonte, dass die Buhrufe aus dem UFC-Publikum stammen - Zuschauer, die traditionell zu Trumps Kernanhängern zählen. "Können Sie den Klang hören? Den Klang des Buhens", fragte Schmidt in seiner Analyse.
- Er stellte fest, dass dies bei einem UFC-Kampf in Miami geschah, wo sich normalerweise Trumps Basis versammelt. "Wenn man der Menge zuhört, scheint es, als hätten sie genug von ihm", interpretierte Schmidt die Reaktion.
- Der Politikberater, der früher für die Republikanische Partei arbeitete, sieht in den Buhrufen einen Stimmungswandel innerhalb der MAGA-Bewegung (Abkürzung für Trumps Slogan "Make America Great Again").
- Die negative Reaktion sei umso bemerkenswerter, als sie von Menschen komme, die üblicherweise als seine treuesten Unterstützer gelten.
Donald Trumps Iran-Debakel könnte zum Wendepunkt werden
Als Hauptgrund für den wachsenden Unmut identifizierte Schmidt Trumps Vorgehen im Iran-Konflikt. Der Krieg habe eine unerwartete Wendung genommen, analysierte der ehemalige Republikaner-Stratege. Die Entwicklung stehe in krassem Gegensatz zu Trumps anfänglichen Versprechungen.
- "Wer hätte zu Beginn ahnen können, als Donald Trump sagte, die Iraner würden bald bedingungslos kapitulieren, dass nach 45 Tagen die amerikanische Position und die iranische Position identisch sein würden", erklärte Schmidt.
Die gescheiterten Erwartungen hätten offenbar selbst seine Kernanhänger desillusioniert. Der Kontrast zwischen der vollmundigen Ankündigung einer bedingungslosen Kapitulation und der ernüchternden Realität könnte laut Schmidt das Vertrauen seiner Basis erschüttert haben. Die Buhrufe seien womöglich Ausdruck dieser Enttäuschung, glaubt der Experte.
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rut/news.de
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