J.D. Vance: Peinliches Geständnis nach Orbán-Pleite - US-Vize sorgt für Empörung
Trotz der Unterstützung aus den USA musste Viktor Orbán bei der Parlamentswahl in Ungarn eine deutliche Niederlage einstecken. US-Vizepräsident J.D. Vance gibt nun plötzlich zu, gar nicht mit einem Sieg Orbáns gerechnet zu haben.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- J.D. Vance äußert sich zur Wahlniederlage von Viktor Orbán in Ungarn
- Laut dem US-Vizepräsidenten habe man in Washington nicht mit einem Sieg Orbáns gerechnet
- Unterstützung für Orbán sei dennoch richtig gewesen
- Aussagen sorgen in den sozialen Medien für Empörung
US-Vizepräsident J.D. Vance reiste in der vergangenen Woche nach Ungarn, um öffentlich seine Unterstützung für Viktor Orbán zu demonstrieren. Genutzt hat es nichts. Der amtierende ungarische Ministerpräsident erlitt bei den Parlamentswahlen am vergangenen Wochenende eine krachende Niederlage. Nach 16 Jahren an der Spitze der Regierung muss er nun sein Amt an den europafreundlichen Politiker Péter Magyar der Partei Tisza abgeben. Auch für Vance gab es wegen Orbáns Wahlschlappe einige spöttische Kommentare, unter anderem von Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang. Doch der 41-Jährige versucht nun, die Blamage herunterzuspielen.
J.D. Vance äußert sich zur Unterstützung für Viktor Orbán
In einem Interview sprach "Fox News"-Moderator Bret Baier Vance auf die aktuellen Entwicklungen in Ungarn an und fragte:
- "Was denken Sie darüber, ob es sich gelohnt hat, Viktor Orbán in diesem Wahlkampf zu unterstützen, angesichts seiner deutlichen Niederlage und der Tatsache, dass er einer der wenigen europäischen Staatschefs ist, die Wladimir Putin unterstützen?"
Der US-Vizepräsident bezeichnete Orbán daraufhin zunächst als einen "großartigen Mann, der hervorragende Arbeit geleistet hat". Er zeigte sich außerdem beeindruckt von den vergangenen 16 Jahre, in denen Orbán sein Land "grundlegend verändert" habe. Anschließend ging Vance auf die Umfragen ein, die Orbán bereits kurz vor der Wahl als Verlierer prognostizierten:
- "Wir wussten ganz genau, dass die Chancen sehr gut standen, dass Viktor die Wahl verlieren würde."
- Trotzdem habe die US-Regierung ihn unterstützt, "weil er einer der wenigen europäischen Staatschefs ist, die bereit waren, sich der Brüsseler Bürokratie entgegenzustellen, was den Vereinigten Staaten sehr geschadet hat."
- "Wir sind nicht hingegangen, weil wir erwartet haben, dass Viktor einen sicheren Wahlsieg erringen würde. Wir sind hingegangen, weil es richtig war, jemanden zu unterstützen, der uns so lange die Treue gehalten hat", so Vance weiter.
US-Vizepräsident hält Verhalten vor Ungarn-Wahl für richtig: Empörung im Netz
Die Interview-Aussagen des US-Vizepräsidenten sorgen in den sozialen Medien erneut für Empörung. Viele sehen sie als peinlich an. Vance wird unter anderem vorgeworfen, die falschen Prioritäten zu setzen und einen russlandfreundlichen Kurs zu fahren. Unter einem Ausschnitt davon, den die "Republicans against Trump" auf X (vormals Twitter) veröffentlichten, heißt es:
- "War es wirklich richtig? Wenn Biden oder Obama Orbán unterstützt hätten, wer hätte dann als Erster lautstark protestiert?"
- "Wenn er so gute Arbeit geleistet hat, warum hat er dann so haushoch verloren? Ist Vance wirklich so ein Unglücksrabe?"
- "Vance: Ist es also richtig, jemanden zu unterstützen, der sein Land zum ärmsten und korruptesten der EU gemacht hat? Verdammt, genau das will er auch für Amerika: es schwächen und verarmen lassen.Vance ist ein Gewinn für Russland."
- "'Viktor Orbán ist ein toller Kerl.' Ist das J.D. Vances Vorstellung von einem Witz? Orbán hat 90 Milliarden Dollar an Hilfsgeldern für die Ukraine zurückgehalten, ist ein treuer Anhänger Putins, und der Vizepräsident hält ihn für einen großartigen Kerl. Unglaublich.
- "Stimmt das wirklich? Hat Orbán irgendeine EU-Abstimmung blockiert, die US-Unternehmen negativ beeinflusst hätte? Hat er US-Unternehmen wirklich so gezielt verteidigt, wie hier behauptet wird? Um welche Abstimmung ging es?"
- "Vance gibt Wahlbeeinflussung zu – alle EU-Staatschefs können jetzt die Demokraten unterstützen, weil nur sie sich gegen eine faschistische Demokratie stellen, die ihren Interessen zuwiderläuft."
Baier: You campaigned for Viktor Orban who lost. He’s one of the only European leaders who supports Putin
— Republicans against Trump (@RpsAgainstTrump) April 13, 2026
Vance: Viktor Orban is a great guy who’s done a very good job…We didn't go because we expected Viktor to cruise to an election victory. We went because it was the right… pic.twitter.com/Fhpy6bHxjA
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gom/news.de
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