Donald Trump: Er spricht von Vernichtung - US-Präsident vergisst sich nach Seeblockade
Donald Trump verschärft nach der geplanten Blockade der Straße von Hormus seine Wortwahl. Er spricht von Vernichtung und droht den iranischen Revolutionsgarden, kleine Boote auszulöschen.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Seeblockade: Donald Trump droht Iran mit Auslöschung von Schiffen
- US-Präsident behauptet, dass die iranische Marine vollständig vernichtet ist
- Trump für Androhung scharf kritisiert
Donald Trump verstärkt die angespannte Lage in der Straße von Hormus, indem er erneut eine Drohung an den Iran schickt.US-Präsident Donald Trump droht damit, kleine Boote der iranischen Revolutionsgarden auszuschalten, sollten sich diese der neuen US-Seeblockade in der Straße von Hormus nähern, schreibt der US-Präsident auf der Plattform Truth Social.Gleichzeitig behauptete er: "Irans Marine liegt am Meeresgrund, vollständig vernichtet – 158 Schiffe."
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Straße von Hormus: Donald Trump droht mit Auslöschung
Dabei werde das US-Militär genau so agieren wie bei den angekündigten Einsätzen gegen Drogenschmuggler im Pazifik und in der Karibik, kündigte Trump an:
- "Warnung: Wenn eines dieser Schiffe auch nur in die Nähe unserer BLOCKADE kommt, wird es sofort ELIMINIERT, unter Verwendung desselben Tötungssystems, das wir gegen die Drogenschmuggler auf Booten auf See einsetzen."
Bislang seien die USA noch nicht gegen die "Schnellangriffsschiffe" – so nannte der Republikaner die Boote der Revolutionsgarden – vorgegangen, weil diese "nicht als nennenswerte Bedrohung" erachtet worden seien.
Trump entsetzt mit Iran-Drohung
Trumps jüngste Tirade macht viele Nutzer auf der Plattform X fassungslos. Unter einem Beitrag des Journalisten Aaron Rupar kritisieren sie den US-Präsidenten für seinen Beitrag scharf:
- "Der wahnhafte Donnie redet schon wieder Unsinn. Was für ein Clown."
- "Er glaubt, er könne sich mit Auslöschungs- und Vernichtungsmaßnahmen aus einer globalen Krise herausmanövrieren."
- "Der Typ ist total durchgedreht. Traurig. MAGA und die Republikaner lassen ihn einfach weiter Schaden anrichten und sich lächerlich machen. Tut das Richtige. Besorgt ihm Hilfe und schickt ihn an einen schönen, ruhigen Ort in den Ruhestand."
- "Zu sagen, die gesamte Marine eines Landes sei 'ausgelöscht', und im gleichen Atemzug vor neuen Bedrohungen zu warnen, ist genau die Art von Botschaft, die mehr Fragen aufwirft als Vertrauen schafft."
Trump: "Iran’s Navy is laying at the bottom of the sea, completely obliterated - 158 ships. What we have not hit are their small number of, what they call, 'fast attack ships,' because we did not consider them much of a threat. Warning: If any of these ships come anywhere close… pic.twitter.com/3eLEls37ta
— Aaron Rupar (@atrupar) April 13, 2026
Iranische Marine zerstört: Mini-Boote im Einsatz
Die USA hatten im Krieg nach eigenen Angaben einen Großteil der iranischen Marine zerstört. Zugleich verfügen die Revolutionsgarden über eine große Zahl kleiner, schneller Boote, die in gut versteckten Küstenstützpunkten stationiert sein sollen. Seit Herbst vergangenen Jahres versenkte das US-Regionalkommando Southcom im Pazifik und in der Karibik immer wieder Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler und tötet dabei weit über 100 Menschen. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind.
Blockade der Straße von Hormus
Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) hatte angekündigt, am Montag ab 10.00 Uhr US-Ostküstenzeit (16.00 Uhr MESZ) bestimmte Schiffe an der Durchfahrt durch die Meerenge zu hindern. Betroffen seien Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel am Persischen Golf und am Golf von Oman.
Seeblockade: Das steckt hinter Trumps Tirade
Trump will mit der Seeblockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Das soll den Druck auf Teheran erhöhen: Der Iran ist einer der größten Ölproduzenten der Welt. Entsprechend ist die Straße von Hormus für das Land enorm wichtig, um seine Ölexporte an die internationalen Märkte zu bringen.
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bos/news.de/dpa
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