J.D. Vance: Bizarre Aussagen über Ehefrau - US-Vize irritiert mit Iran-Vergleich

Der US-Vizepräsident hat sich auf bizarre Weise zu Verhandlungen über Irans Atomprogramm geäußert. Er zog einen Vergleich zu einer Vereinbarung mit seiner Frau Usha und löste damit empörte Reaktionen in den sozialen Medien aus.

Von news.de-Redakteur - Uhr

In Budapest sprach US-Vizepräsident über die bevorstehenden Verhandlungen mit dem Iran und brachte dabei seine Ehefrau Usha ins Spiel. (Foto) Suche
In Budapest sprach US-Vizepräsident über die bevorstehenden Verhandlungen mit dem Iran und brachte dabei seine Ehefrau Usha ins Spiel. Bild: picture alliance/dpa/Pool Reuters/AP | Jonathan Ernst
  • J.D. Vance irritiert mit Aussagen zu Verhandlungen über Irans Atomprogramm
  • Bizarrer Vergleich zu Vereinbarung mit seiner Ehefrau Usha und möglichem Deal mit den Mullahs
  • Vorwurf in den sozialen Medien: Vance will seine Gattin kontrollieren

Zwar haben Teheran und Washington in der Nacht zu Mittwoch eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg vereinbart, doch die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin extrem angespannt. Weil der US-Verbündete Israel seine Angriffe auf die libanesische Hisbollah-Miliz nicht eingestellt hat, blockiert das Mullah-Regime weiterhin die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus - eine Meerenge am Persischen Golf. Derweil soll US-Vizepräsident J.D. Vance am Samstag direkte Verhandlungen mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad führen. Ein Knackpunkt der Gespräche dürfte die Fortsetzung von Teherans Atomprogramm sein. Als Vance in einem Interview darauf angesprochen wurde, zog er einen bizarren Vergleich.

J.D. Vance äußert sich zu Verhandlungen über Irans Atomprogramm

Auf einem Flugplatz der ungarischen Hauptstadt Budapest erläuterte Vance die amerikanische Haltung zur iranischen Urananreicherung.Präsident Donald Trump hatte von Beginn des Krieges an klargemacht, dass sein oberstes Ziel darin besteht, den Iran dauerhaft am Besitz von Atomwaffen zu hindern. Der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf hatte in einem Zehn-Punkte-Vorschlag zur Beendigung des Krieges jedoch auf "Irans Recht zur Urananreicherung" gepocht.

US-Vizepräsident zieht bizarren Vergleich zu Ehefrau Usha Vance

Wie "The Independent" berichtet, fragte ein Reporter Vance: "Sehen Sie ein Szenario, in dem die Regierung bereit sein könnte, dem Iran die weitere Urananreicherung für zivile Zwecke zu gestatten?" Der US-Vizepräsident verwies erneut auf die ursprünglichen Forderungen Trumps, mit denen man auch jetzt in die Verhandlungen gehen werde. Anschließend sagte er:

  • "Ich dachte mir: Wissen Sie was? Meine Frau hat das Recht, Fallschirmspringen zu gehen, aber sie springt nicht aus einem Flugzeug, weil sie und ich eine Vereinbarung haben, dass sie das nicht tun wird, weil ich nicht will, dass meine Frau aus einem Flugzeug springt."

An die Mullahs richtete er die Botschaft: "Wir kümmern uns nicht darum, wozu sie angeblich das Recht haben. Wir kümmern uns darum, was sie tatsächlich tun."

Empörung über Aussagen von J.D. Vance

Auf X (vormals Twitter) sorgen die Aussagen des US-Vizepräsidenten für Kopfschütteln. Kommentare unter einem Post des Kanals "Republicans against Trump", der den Interview-Ausschnitt teilte, lauten:

  • "Mein Gott, der gesamte Trump-Clan besteht aus Wortsalat-Pavianen ... Ich habe keine Ahnung, was dieser Clown zu sagen versucht ... ehrlich, keine Ahnung ..."
  • "Wieder einmal beweist JD Vance, was für ein kontrollsüchtiger Ehemann er ist! Er behauptet, er und seine Frau hätten eine Vereinbarung getroffen, und sagt dann, der Grund dafür sei, dass er nicht wolle, dass sie es tut! Nicht, dass wir Kinder haben und sie nichts Gefährliches tun sollen, sondern einfach nur, dass er es nicht will! Was für ein Idiot!"
  • "Es handelt sich also nicht um eine Einigung. Es ist eine egoistische Entscheidung seinerseits, und es ist ihm egal, was sie will."
  • "Um das klarzustellen: Es ist möglich, dass seine Frau etwas tut, aber er lässt sie nicht, und deshalb kann sie es nicht?"

Es war nicht das erste Mal, dass J.D. Vance irritierende Aussagen über seine Ehefrau traf. Im vergangenen Herbst hatte er bei einer Uni-Veranstaltung vor Publikum darüber gesprochen, dass er Usha, die mit dem hinduistischen Glauben aufwuchs, gern zum Christentum bekehren würde. Viele empfanden das als öffentliche Bloßstellung und Respektlosigkeit. Anschließend kamen sogar Trennungsgerüchte auf, als sich Usha Vance vor Kameras ohne Ehering zeigte.

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