Donald Trump knickt ein: Iran spottet über Trumps "demütigenden Rückzug"

Gerade noch stand die Welt am Rand eines neuen Krieges – jetzt kommt alles anders: US-Präsident Donald Trump stoppt überraschend einen geplanten Angriff auf den Iran und verkündet eine befristete Waffenruhe. Doch während Washington auf Deeskalation setzt, verspottet Teheran den plötzlichen Kurswechsel offen als "demütigenden Rückzug".

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Nach Drohungen, die iranische Zivilisation zu "beenden", vollzieht Trump eine spektakuläre Kehrtwende – und das iranische Staatsfernsehen verspottet den US-Präsidenten. (Foto) Suche
Nach Drohungen, die iranische Zivilisation zu "beenden", vollzieht Trump eine spektakuläre Kehrtwende – und das iranische Staatsfernsehen verspottet den US-Präsidenten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jose Luis Magana
  • Trump stoppt Iran-Angriff und verkündet zweiwöchige Waffenruhe
  • US-Präsident im iranischen Staatsfernsehen verhöhnt
  • Teheran triumphiert: Staatsmedien sprechen von "demütigendem Rückzug"
  • Heikler Deal: Straße von Hormus geöffnet – aber nur unter iranischen Bedingungen

Gerade noch drohte er mit der Zerstörung eines ganzen Landes – jetzt rudert er zurück: US-Präsident Donald Trump hat überraschend einen geplanten Angriff auf den Iran gestoppt und eine zweiwöchige Waffenruhe verkündet. Ein dramatischer Kurswechsel – und ein gefundenes Fressen für die Führung in Teheran.

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Donald Trump macht einen Rückzieher und verkündet Waffenruhe

Nach Wochen der Eskalation verkündete Trump auf seiner Plattform Truth Social die überraschende Wende. Wörtlich schrieb er: "Ich stimme zu, die Bombardierung und den Angriff auf den Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen. Dies wird ein beidseitiger Waffenstillstand sein!"

Als Grundlage akzeptierte er einen Zehn-Punkte-Plan aus Teheran. Diesen bezeichnete er als "praktikable Basis" für weitere Gespräche. Laut Trump seien viele Streitpunkte bereits geklärt – die Frist solle nur noch der finalen Einigung dienen.

Straße von Hormus wieder offen – aber nicht ohne Risiko

Im Gegenzug will der Iran die strategisch extrem wichtige Straße von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr öffnen. Doch die Passage bleibt heikel: Nur in Abstimmung mit iranischen Streitkräften und unter "technischen Einschränkungen" soll die Durchfahrt für zwei Wochen möglich sein. Ein sensibles Zugeständnis – mit globaler wirtschaftlicher Bedeutung.

Iran spottet über Trumps "demütigenden Rückzug"

Das iranische Staatsfernsehen reagierte mit Spott auf Trumps Kehrtwende. Wie NBC-Korrespondent Matt Bradley auf X berichtete, zeigte der Sender ein Banner mit der Aufschrift: "Trumps demütigender Rückzug von der anti-iranischen Rhetorik; Trump hat Irans Bedingungen zur Beendigung des Krieges akzeptiert!"

Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA veröffentlichte nur wenige Minuten nach Trumps Ankündigung einen Beitrag auf X. Darin hieß es, der US-Präsident sei "erneut von seinen eigenen Drohungen zurückgewichen". Zuvor hatte Trump noch angekündigt, die iranische Zivilisation "beenden" und zivile Infrastruktur wie Brücken und Kraftwerke "zerstören" zu wollen.

Unsichere Zukunft: Reicht die Zwei-Wochen-Frist?

Während Trump optimistisch ist, bleibt die Lage fragil. Der Iran knüpft seine Zustimmung klar an Bedingungen: Sollten Angriffe ausbleiben, würden die "mächtigen Streitkräfte" ihre Operationen einstellen. Doch was passiert nach den zwei Wochen? Ob aus der Waffenruhe ein dauerhafter Frieden wird – oder nur eine Atempause vor der nächsten Eskalation – ist völlig offen.

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/ife/news.de/dpa/stg

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