Trotz Waffenruhe im Iran-Krieg: Donald Trump sitzt "komplett durchgeknallt" in der Verlierer-Falle
Donald Trumps Ultimatum an den Iran ist abgelaufen, nun soll eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus erfolgen. Analysten sind sich jedoch einig: Donald Trump sitzt in der Falle, während der Iran alle Trümpfe in der Hand hält.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump verkündet Waffenruhe im Iran-Krieg nach Polter-Ultimatum
- Öffnung der Straße von Hormus nach fünf Wochen Krieg angekündigt
- Analysten sind sich einig: "Komplett verrückter" Donald Trump gibt Schwächen preis und sitzt als Verlierer in der Falle
Nach Donald Trumps unflätigen Drohungen gegen den Iran hielt die Welt den Atem an: In der Nacht zum 8. April 2026 lief das vom US-Präsidenten gestellte Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus ab, nachdem "The Don" dem Iran mit "vollständiger Auslöschung" gedroht hatte. Nun haben sich der Iran und die USA kurz vor Ablauf des Ultimatums auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus geeinigt - und Donald Trump hat eine weitere Kehrtwende vollzogen.
Iran-Krieg aktuell: Trump verkündet Öffnung der Straße von Hormus und zweiwöchige Waffenruhe
Statt der angedrohten Eskalation verkündete er auf Truth Social eine zweiwöchige Verhandlungspause im über fünf Wochen andauernden Konflikt mit dem Iran. Als Begründung nannte Trump, man habe "alle militärischen Ziele bereits erreicht und übertroffen" und sei einem "definitiven Abkommen über langfristigen Frieden" sehr nahe. Teheran habe einen Zehn-Punkte-Vorschlag übermittelt, den Washington als "verhandelbare Grundlage" betrachte.
Trotz Ankündigung von Waffenruhe - Experten sehen Iran als Verlierer nach Donald Trumps Rückzieher
Militärexperten bewerten die Entwicklung allerdings völlig anders. Der pensionierte Oberst Cedric Leighton erklärte laut "Raw Story" gegenüber CNN, dies sei ein "strategischer Sieg für die Iraner", den Donald Trump dem Regime höchstpersönlich serviert habe. Teheran habe bewiesen, dass es die Straße von Hormus zumindest teilweise kontrollieren könne, so Leighton weiter: "Sie wollen Zölle von Schiffen erheben, die dort durchfahren."
Donald Trump schaufelt sich sein eigenes Grab: US-Präsident wird am Iran-Krieg zerbrechen laut Beobachtern
Der emeritierte Professor und Kommentator Robert Reich fügte in einem weiteren Beitrag für "Raw Story" hinzu, Donald Trump sitze nach Ablauf des Ultimatums und der angekündigten Waffenruhe in der Klemme. Mit seinem Wut-Post habe Donald Trump dem iranischen Regime unmissverständlich klar gemacht, dass er "vollkommen und restlos den Verstand verloren" habe und dass seine Nerven blank liegen. Reichs Fazit: "Donald Trump ist in die Enge getrieben worden und komplett wahnsinnig geworden."
"Er weiß es buchstäblich nicht": Trump-Biograph zieht erschütterndes Fazit
Noch einen Schritt weiter geht Trumps Biograph Michael Wolff: Seiner Einschätzung zufolge ist der Iran-Krieg für Donald Trump "der Anfang vom Ende" und ein Wendepunkt, von dem sich der US-Präsident zeitlebens nicht erholen werde, ist bei "The Daily Beast" zu lesen. Im Podcast "Inside Trump's Head" erklärte er, der 79-jährige Präsident wisse schlicht nicht, wie er mit der Situation umgehen solle. "Er weiß es buchstäblich nicht", so Wolff. In normalen Zeiten würde Trump einfach den Sieg erklären, "aber wir haben diese Linie überschritten. Das ist nicht mehr glaubwürdig." Und weiter: "Ich glaube, das ist die schlimmste Situation, in die er sich jemals manövriert hat", so Wolffs Fazit zu Donald Trumps Iran-Misere. "Das hier ist zweifelsohne der Anfang vom Ende. Hiervon wird er sich niemals erholen."
US-Präsident flucht und zetert - diese Worte sprengen die Grenzen der Beleidigung
Der Ankündigung der Verhandlungspause war eine beispiellose Eskalation vorausgegangen. Am Ostersonntag hatte Trump auf Truth Social eine vulgäre Drohung veröffentlicht, die selbst langjährige Beobachter fassungslos machte. Er forderte den Iran auf, "die verdammte Straße zu öffnen, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben" und kündigte an, am Dienstag (07.04.2026) werde "Tag der Kraftwerke und Brücken" sein. Trump beendete seinen Post mit einem spöttischen "Gelobt sei Allah" - in der iranischen Kultur wiegt diese Verhöhnung schwer. Unter Artikel 608 des iranischen Strafgesetzbuches wird die Verwendung von Schimpfwörtern mit bis zu 74 Peitschenhieben bestraft. Die Verspottung religiöser Figuren kann sogar als "Verbreitung von Korruption auf Erden" verfolgt werden – ein Vergehen, das mit Gefängnis oder schlimmstenfalls der Todesstrafe geahndet wird.
Trumps vulgäre Oster-Tirade schockierte selbst treue Verbündete
Die vulgäre Tirade löste Kritik aus einer unerwarteten Richtung aus. Laut "The Daily Beast" haben ausgerechnet langjährige Trump-Verbündete wie Marjorie Taylor Greene, Alex Jones und Candace Owens die Absetzung des Präsidenten gefordert – Personen, die ihm einst bedingungslos ergeben waren. Besonders deutlich wurde die republikanische Abgeordnete Greene. Robert Reich zitiert sie mit den Worten: "Jeder in seiner Regierung, der behauptet, Christ zu sein, muss auf die Knie fallen und Gott um Vergebung bitten und aufhören, den Präsidenten anzubeten, und in Trumps Wahnsinn eingreifen." Sie fügte hinzu: "Ich kenne euch alle und ihn, und er ist verrückt geworden, und ihr seid alle mitschuldig." Trumps Fähigkeit, seine "America First"-Verbündeten unter Kontrolle zu halten, scheint im vergangenen Monat erheblich nachgelassen zu haben. Der Präsident hat keine klaren Signale gegeben, wann der Konflikt enden könnte.
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loc/news.de/stg
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