Donald Trump: Buhrufe im Theater - "The Don" bei Auftritt mit Melania ausgepfiffen
Buhrufe und Applaus zugleich empfingen US-Präsident Donald Trump und seine Ehefrau Melania bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt seit Januar - ausgerechnet in einem Gebäude, das bald seinen Namen tragen soll.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald und Melania Trump ausgebuht bei Musical-Auftritt
- Melania begleitet Donald ins Musical: Erster Paar-Auftritt seit Monaten
- Streit um Trump-Namen am Kennedy Center
- Donald Trump: Klage und Millionen-Renovierung sorgen für Wirbel
Seltener gemeinsamer Auftritt des Präsidentenpaares: Donald und Melania Trump haben die Premiere des Musicals Chicago im Kennedy Center in Washington besucht. Der Auftritt des Präsidentenpaares löste unter den Zuschauern gespaltene Reaktionen aus.
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Donald und Melania Trump ausgebuht bei Musical-Auftritt
Aufnahmen, die beim Kurznachrichtendienst X verbreitet wurden, dokumentierten den Empfang des 79-jährigen Präsidenten und der 55-jährigen First Lady. Während einige Besucher applaudierten, waren auch deutliche Buhrufe zu hören. Der Daily Caller veröffentlichte Videomaterial, das die Stimmung im Saal einfing. Die Trumps lächelten unbeirrt.
Zur Einordnung: Die unterschiedlichen Perspektiven auf die Reaktion zeigten sich auch in den Berichten verschiedener Beobachter. CBS-Reporter Aaron Navarro beschrieb die Reaktionen als überwiegend zustimmend, vermerkte jedoch, dass auch Missfallensbekundungen im Publikum hörbar waren. Das Rapid Response-Konto des Weißen Hauses teilte ebenfalls Aufnahmen von der Veranstaltung, in denen die negativen Reaktionen weniger deutlich zu vernehmen waren.
Übrigens: Der gespaltene Empfang war keine neue Erfahrung für Trump im Kennedy Center. Als der Präsident im vergangenen Jahr sein bevorzugtes Musical Les Misérables in derselben Spielstätte besuchte, erlebte er bereits eine vergleichbare Situation. Auch damals mischten sich zustimmende Bekundungen mit ablehnenden Rufen aus dem Publikum.President Trump enters the Kennedy Center to loud cheers. Some boos, but the crowd drowned them out with more cheers. He’s here to see the premier of Chicago. pic.twitter.com/Ww6OE3Ns3L
— Reagan Reese (@reaganreese_) March 31, 2026
Melania begleitet Donald ins Musical: Erster Paar-Auftritt seit Monaten
Das Ereignis markierte die erste gemeinsame öffentliche Erscheinung der Trumps seit Januar. Damals hatten sie ebenfalls das Kennedy Center besucht, um die Premiere einer Dokumentation über die First Lady zu sehen.
- Vor dem Theaterbesuch hatte Melania Trump in sozialen Medien ein Video veröffentlicht, das sie in einem weißen Fransenkleid zeigte. Die Garderobe war eine Anspielung auf die Flapper-Ära der 1920er Jahre, in der das Musical spielt, und seine Hauptfiguren Roxie Hart und Velma Kelly.
- Die Auswahl des Stücks Chicago wirkte dabei nicht zufällig. Das Bühnenwerk thematisiert prominente Kriminelle, Bestechlichkeit und Habgier. Im Zentrum der Handlung steht ein gewandter Rechtsanwalt, der es versteht, Straftaten in öffentlichen Ruhm umzumünzen.
Streit um Trump-Namen am Kennedy Center
Der Theaterbesuch fand vor dem Hintergrund einer anhaltenden Auseinandersetzung um die Benennung der Kulturstätte statt. Trump hatte durchgesetzt, dass sein Name an der Fassade des Kennedy Centers angebracht wird. Am 18. Dezember stimmte ein von ihm eingesetztes Gremium für diese Änderung, obwohl ihm die rechtliche Befugnis dafür fehlte.
- Die Entscheidung führte zu erheblichen Konsequenzen für das traditionsreiche Kulturhaus. Zahlreiche Künstler und Musiker kündigten daraufhin an, die Spielstätte zu meiden. Der einstige Glanz des renommierten Zentrums wurde durch die Kontroverse überschattet.
Als Reaktion auf die Entwicklungen wird das Kennedy Center am 4. Juli seine Pforten schließen. Für die folgenden zwei Jahre ist eine umfassende Sanierung geplant. Die Schließung markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Institution, die jahrzehntelang als Symbol amerikanischer Hochkultur galt.
Donald Trump: Klage und Millionen-Renovierung sorgen für Wirbel
Zuletzt ging die demokratische US-Kongressabgeordnete Joyce Beatty rechtlich gegen die Namensänderung ein. Vor dem Bezirksgericht in Washington argumentierte sie, dass die ursprüngliche Benennung nach dem ermordeten Präsidenten John F. Kennedy durch den Kongress keine nachträglichen Modifikationen vorsah. Die Klage zielt darauf ab, die Umbenennung zu verhindern.
Trump selbst kündigte bereits massive Investitionen in die Kulturstätte an. Rund 200 Millionen Dollar sollen in die Sanierung fließen, sobald das Gebäude im Juli schließt. Bei einer Stellungnahme im Weißen Hauses im vergangenen Monat beschrieb er den Zustand des Centers drastisch: "Es ist in sehr schlechtem Zustand, es ist heruntergekommen, es ist baufällig", erklärte er.
Die geplante zweijährige Renovierungsphase soll das Erscheinungsbild grundlegend verändern. Ob am Ende tatsächlich Trumps Name an der Fassade prangt, wird nun die Justiz entscheiden müssen.
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rut/news.de
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