Nahost: Netanjahu: Israel will weiter in Südlibanon vordringen
Israels Regierungschef Netanjahu kündigt an, die Pufferzone im Süden des Libanons weiter auszudehnen. Ziel ist es nach seinen Worten, die Bedrohung durch die Hisbollah zu verringern.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Armee angewiesen, weiter im Süden des Libanons vorzudringen. Bei einer Lagebesprechung im Norden sagte er, er habe jetzt angeordnet, den von ihm so bezeichneten "bestehenden Sicherheitsstreifen" weiter auszudehnen. Damit solle die Bedrohung durch die Hisbollah und der Abschuss von Raketen aus diesem Gebiet verhindert werden.
Obwohl der proiranischen Schiitenmiliz bereits schwere Schläge versetzt worden seien, verfüge die Hisbollah weiterhin über Restfähigkeiten, Raketen auf Israel abzufeuern, sagte Netanjahu. Mit den Kommandeuren des Nordkommandos habe er nun Wege besprochen, um diese Bedrohung zu beseitigen. "Wir sind entschlossen, die Lage im Norden grundlegend zu verändern", sagte er.
Nach libanesischen Angaben rückt die israelische Armee mit Bodentruppen immer weiter im südlichen Libanon vor. Die Truppen seien im Süden acht Kilometer weit von der Grenze ins Landesinnere vorgedrungen, sagte der libanesische Verteidigungsminister Michel Menassa vor wenigen Tagen.
Netanjahu hatte bereits zuvor die Einrichtung einer "größeren Pufferzone" angekündigt mit dem Ziel, die Hisbollah weiter nach Norden zu drängen. Viele Libanesen befürchten eine großangelegte Bodeninvasion Israels mit anschließender Besatzung im Süden des nördlichen Nachbarlandes Israels. Israel hatte den südlichen Libanon 18 Jahre lang bis zum Jahr 2000 besetzt.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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