Donald Trump: Böser Spott für irre Namensänderung - doch sein Witz ist bitterer Ernst

Als Donald Trump die Straße von Hormus vor Investoren als "Straße von Trump" bezeichnete, lachte das Publikum noch über den vermeintlichen Gag, doch der US-Präsident machte unmissverständlich klar: Das war kein Versprecher.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump irritiert mit einer pikanten Namensänderung. (Foto) Suche
Donald Trump irritiert mit einer pikanten Namensänderung. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump irritiert mit irrer Namensänderung
  • Donald Trumps Pläne für die "Straße von Amerika"
  • Donald Trump: Spott auch aus eigenen Reihen

Bei einem Investoren-Forum in Miami sorgte US-Präsident Donald Trump für erstaunte Gesichter im Publikum. Während er über den laufenden Konflikt mit Iran referierte, sprach er von der Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran als "Straße von Trump", bevor er "Hormus" nachschob.

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Donald Trump irritiert mit irrer Namensänderung

Die anschließende Reaktion des Präsidenten ließ aufhorchen, wie Videos beim Kurznachrichtendienst X zeigen. Donald Trump korrigierte sich mit den Worten:

  • "Entschuldigung - es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler."

Doch er stellte sofort klar, dass dies keine versehentliche Verwechslung gewesen sei. "The Don" warnte vielmehr davor, dass die "Fake News" über einen angeblichen Versprecher berichten würden. Seine Botschaft war eindeutig:

  • "Bei mir gibt es keine Versehen - zumindest nicht viele."

Einige Medienberichte interpretierten die gesamte Szene anschließend als scherzhafte Einlage.

Donald Trumps Pläne für die "Straße von Amerika"

Wie die "Daily Beast" berichtete, handelt es sich bei Trumps Äußerung möglicherweise um mehr als nur einen Scherz. Der Präsident soll intern bereits über eine tatsächliche Umbenennung der strategisch wichtigen Wasserstraße gesprochen haben - allerdings in "Straße von Amerika". Diese Überlegungen seien an die Bedingung geknüpft, dass die Vereinigten Staaten die Kontrolle über die Meerenge von Iran übernehmen würden.

  • Trump hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach geografische Bezeichnungen und Institutionen umbenannt.
  • So verfügte er die Umbenennung des Golfs von Mexiko in "Golf von Amerika" und des Kennedy Centers in "Trump Kennedy Center".

Donald Trump: Spott auch aus eigenen Reihen

Die Reaktionen auf Trumps Namensänderung fielen überwiegend spöttisch aus. Besonders bemerkenswert ist, dass selbst aus dem Kreis seiner Unterstützer Unbehagen über die wiederholten Selbstinszenierungen des Präsidenten diskutiert wird.

  • Ein ehemaliger Regierungsbeamter äußerte sich gegenüber der "New York Post" deutlich: Trumps Selbstvermarktung im Weißen Haus werde "ermüdend und geschmacklos".

Zudem warnte der frühere Mitarbeiter vor den langfristigen Folgen dieser Eigenwerbung. Er sieht die Gefahr, dass Trump durch solche Aktionen "sein politisches Erbe" beschädige.

Beim Kurznachrichtendienst X lösten die Äußerungen des Präsidenten eine Welle der Häme aus.

  • "Ist ihm denn nicht klar, wie er rüberkommt? Das ist reine Unwissenheit, kein Scherz. Das zeigt sich in fast allem, was er sagt. Wie kann man das nur übersehen?", heißt es in einem Kommentar unter anderem.

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