Diplomatie: Rubio schließt Umleitung von Waffen in Nahen Osten nicht aus
Überdenken die USA, wohin sie ihre Waffen liefern und wohin nicht? Außenminister Rubio bestätigt derlei Spekulationen nicht - dementiert sie aber auch nicht.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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US-Außenminister Marco Rubio hat nicht ausgeschlossen, dass die Vereinigten Staaten für die Ukraine eingeplante Waffen auch anderweitig nutzen könnten. Wenn es einen entsprechenden Bedarf gebe, stünden die USA immer an erster Stelle, sagte er nach Gesprächen der Außenminister der Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien (G7) bei Paris.
Dies treffe auch zu, um eigene Lager aufzufüllen oder "eine Mission im nationalen Interesse der Vereinigten Staaten zu erfüllen". Zugleich betonte Rubio, dass bislang keine Waffen umgeleitet worden seien – das schließe aber nicht aus, dass dies künftig der Fall sein könnte.
Zuvor hatte der deutsche Außenminister Johann Wadephul davor gewarnt, dass die Unterstützung der Ukraine wegen des Iran-Kriegs weiter bröckelt. "Es darf keine Abstriche geben, wenn es um die Aufrechterhaltung der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine geht", sagte der CDU-Politiker. Dies würde Kremlchef Wladimir Putin nur in die Hände spielen.
Die "Washington Post" hatte unter Berufung auf mehrere nicht genannte Quellen berichtet, das Pentagon prüfe, ob Waffen, die eigentlich für die Ukraine bestimmt sind, in den Nahen Osten umgeleitet werden sollten, da der Krieg mit dem Iran Munitionsbestände des US-Militärs aufzehre.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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