Donald Trump übertreibt völlig: US-Präsident blamiert sich mit Melania-Prahlerei

Donald Trump macht Melania auf offener Bühne zur Streaming- und Kino-Königin. Doch während der US-Präsident von "Nummer 1" schwärmt, sprechen Einnahmen, Charts und Kritiken eine deutlich nüchternere Sprache.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

US-Präsident Donald Trump spricht beim jährlichen Fundraising-Dinner des National Republican Congressional Committee (NRCC) in der Union Station in Washington. (Foto) Suche
US-Präsident Donald Trump spricht beim jährlichen Fundraising-Dinner des National Republican Congressional Committee (NRCC) in der Union Station in Washington. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump feiert Melania öffentlich als "fantastischen Filmstar"
  • Er behauptet, ihre Doku sei "Nummer 1" im Kino und beim Streaming
  • Tatsächliche Einnahmen, Rankings und Kritiken fallen deutlich nüchterner aus

Donald Trump hat bei einem Spendenevent des National Republican Congressional Committee am Mittwoch (25.03.2026) seine Ehefrau Melania mit Komplimenten überschüttet und sie auf der großen Bühne als Mega-Star gefeiert. Doch die Realität zeichnet ein anderes Bild.

Donald Trump feiert Ehefrau Melania als Filmstar – doch die Zahlen holen den Hype schnell ein

Vor den versammelten Gästen legte Trump mit sichtbarer Begeisterung los. "Unsere großartige First Lady, die sich nun als fantastischer Filmstar entpuppt", sagt der 79-Jährige. "Glaubt ihr das? Sie hatte den Nummer-1-Film. Jetzt ist sie Nummer 1 beim Streaming", schwärmte er. "Man kann nicht zwei Stars in einer Familie haben, das ist nicht gut. Ich habe immer gesagt, man kann nicht mehrere Stars haben, in einer Familie ist nur Platz für einen Star. Das ist kein gutes Zeichen." Dann wandte er sich direkt an seine Frau: "Liebling, Glückwunsch zur Nummer 1."

Der Auftritt wirkte wie eine Mischung aus Ehemann-Stolz, Selbstinszenierung und Showbusiness-Moment – ganz in Trump-Manier. Doch ausgerechnet bei der zentralen Botschaft geht die Rechnung nur bedingt auf. Der US-Präsident bezeichnete die 55-jährige First Lady als "fantastischen Filmstar" und bezog sich dabei auf ihre aktuelle Dokumentation. Das Problem: Die Zahlen hinter dem angeblichen Sensationserfolg sehen deutlich weniger glamourös aus. Denn die Dokumentation war keineswegs der gigantische Kassenschlager, als den Trump sie nun verkauft. Als der Film am 30. Januar in die Kinos kam, lief der Start zwar ordentlich. Das Eröffnungswochenende mit rund sieben Millionen Dollar übertraf offenbar die Erwartungen. Doch danach ging es schnell bergab. Laut den genannten Zahlen spielte die Produktion weltweit nur 16,6 Millionen Dollar ein – bei einem Budget von 75 Millionen Dollar, das von Jeff Bezos' Amazon bereitgestellt worden sein soll. Für ein Projekt mit diesem finanziellen Aufwand ist das alles andere als ein Triumphzug. Auch beim Streaming war der Erfolg offenbar nur ein kurzer Höhenflug. Zwar schaffte es "Melania" nach Veröffentlichung offenbar zeitweise auf Platz 1 der US-Charts bei Amazon Prime Video. Doch laut den genannten Daten ist die Doku dort inzwischen auf Rang drei abgerutscht – hinter "Mercy" und "Sinners". Mit anderen Worten: Ja, es gab einen kurzen Peak. Aber von einer dauerhaften Dominanz kann keine Rede sein.

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