Wladimir Putin vorm Kollaps?: "Russland gewinnt diesen Krieg nicht!" Ex-General rechnet mit Kremlchef ab
Donald Trumps früherer Ukraine-Sondergesandter Keith Kellogg rechnet schonungslos mit Wladimir Putin ab. Der Ex-General hält einen russischen Sieg für ausgeschlossen, spricht von gewaltigen Verlusten und warnt vor einem sicherheitspolitischen Beben in Europa.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Keith Kellogg hält einen russischen Sieg in der Ukraine für ausgeschlossen
- Der Ex-Trump-Berater spricht von bis zu 1,4 Millionen russischen Verlusten
- Zugleich stellt er sogar die Nato in ihrer bisherigen Form infrage
Donald Trumps früherer Ukraine-Sondergesandter Keith Kellogg stellt Wladimir Putin ein vernichtendes Zeugnis aus. Der ehemalige US-General macht klar: Einen russischen Sieg in der Ukraine hält er für ausgeschlossen. Im Gespräch mit der polnischen Zeitung "Fakt" bezifferte Kellogg die russischen Verluste auf 1,2 bis 1,4 Millionen verwundete oder getötete Soldaten. Für den Ex-Militär ist klar: Russland zahlt einen extrem hohen Preis und das, ohne seine zentralen Kriegsziele erreicht zu haben.
"Russland gewinnt diesen Krieg nicht!" Ex-Trump-Gesandter rechnet mit Wladimir Putin ab
Zwar räumte Kellogg ein, dass Moskau durch steigende Ölpreise wirtschaftlich etwas Luft bekomme. Militärisch aber sieht er Russland weiterhin in einer schwachen Position. "Man muss verstehen, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnt", betonte er. Zur Begründung verwies Kellogg auf die aus seiner Sicht entscheidenden Tatsachen: Weder Charkiw noch Odessa oder Kiew wurden eingenommen, auch den Dnipro habe Russland nicht überschritten. Für Kellogg ist deshalb nicht militärische Stärke das Problem, sondern Putins Fehleinschätzung. Die Friedensgespräche kämen aus seiner Sicht vor allem deshalb nicht voran, weil der Kremlchef offenbar weiter an seine eigene Überlegenheit glaubt.
Kremlchef kassiert gewaltige Verluste im Ukraine-Krieg
Besonders drastisch fiel Kelloggs historischer Vergleich aus. Er erinnerte an den sowjetischen Krieg in Afghanistan – einen Einsatz, der für Moskau zum Trauma wurde. Damals habe die Sowjetunion den Krieg nach 18.000 gefallenen Soldaten beendet. Die heutigen russischen Verluste in der Ukraine lägen um ein Vielfaches höher. Damit zeichnet Kellogg das Bild eines Kremls, der trotz enormer Opferzahlen weiter an einem Krieg festhält, dessen militärischer Durchbruch aus seiner Sicht nicht in Sicht ist.
Putin fürchtet laut Ex-Trump-Berater offenbar auch um sein eigenes Erbe
Kellogg geht nach eigener Einschätzung davon aus, dass Putin nicht nur strategisch, sondern auch persönlich unter enormem Druck steht. Der russische Präsident wolle nicht als "letzter Zar" in die Geschichte eingehen. Trotzdem glaubt Putin nach Ansicht des Ex-Generals weiter, den restlichen Donbass noch erobern zu können. Kellogg kommentierte das mit den Worten: "Dann soll er dafür kämpfen." Seine Warnung dahinter ist deutlich: Ein weiterer Großangriff könnte Russland noch einmal Hunderttausende Soldaten kosten. Nach Kelloggs Einschätzung würde ein solcher Versuch Moskau weitere 250.000 bis 500.000 Soldaten kosten.
Kellogg fordert weitere Waffenlieferungen aus Europa
Kellogg macht in dem Interview auch deutlich, dass aus seiner Sicht Europa die Ukraine militärisch weiter unterstützen muss. Nur wenn Kiew ausreichend ausgerüstet werde, könne das Land seinen Verteidigungskrieg fortsetzen – und Russland unter Druck setzen. Seine Überlegung: Erst wenn Moskau militärisch und politisch spürbar unter Druck gerät, könnte der Kreml zu echten Zugeständnissen bereit sein. "Derzeit hängt alles von Putin ab", erklärte Kellogg. Die ukrainische Seite sei nach seiner Darstellung bereit, einer Waffenruhe entlang der aktuellen Frontlinien zuzustimmen. Putin hingegen verweigere sich bislang. "Das ist sein Problem", sagte der General. Europa müsse deshalb gemeinsam mit den USA den Druck auf Moskau erhöhen.
Brisante Nato-Aussage: Kellogg stellt das Bündnis in seiner bisherigen Form infrage
Besonders heikel wurde es bei Kelloggs sicherheitspolitischem Ausblick. Der frühere Trump-Berater stellte sogar die Zukunft der Nato infrage – zumindest in ihrer bisherigen Form. "Die Nato, wie wir sie heute kennen, ist tot", sagte er gegenüber "Fakt". Damit deutet Kellogg eine tiefgreifende Neuordnung der europäischen Sicherheitsarchitektur an. Nach seiner Vorstellung könnte eine alternative Struktur mit Polen, der Ukraine und Deutschland beginnen. Dazu kämen weitere Staaten, mit denen die USA bereits früher verbündet gewesen seien. Welche Länder in einem solchen Modell dazugehören würden und welche nicht, ließ Kellogg allerdings offen.
Eindeutige Botschaft an Putin
Die zentrale Botschaft des Ex-Trump-Vertrauten ist unmissverständlich: Putin kann den Krieg aus seiner Sicht nicht gewinnen, aber er kann ihn weiter verlängern und damit den Preis für Russland noch weiter in die Höhe treiben. Gerade das macht Kelloggs Aussagen politisch so brisant: Sie verbinden eine harte Absage an Putins Kriegsziele mit einer düsteren Warnung für Europas Sicherheitspolitik.
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