Donald Trump: Blamage im Luxusviertel - Nachbarn fallen "The Don" in den Rücken
Ausgerechnet vor den Toren von Mar-a-Lago kassiert Donald Trump eine empfindliche Niederlage: Eine politische Newcomerin dreht eine republikanische Hochburg und sorgt für Nervosität mit Blick auf die Zwischenwahlen.
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Demokraten-Coup im Trump-Revier: Emily Gregory gewinnt Wahlkreis rund um Mar-a-Lago
- Republikanische Hochburg kippt überraschend
- Ergebnis gilt als mögliches Vorzeichen für die Zwischenwahlen im November
Was für eine politische Ohrfeige: Die Demokratin Emily Gregory hat den Wahlkreis 87 in Florida gewonnen – genau dort, wo sich Donald Trumps Luxusresidenz Mar-a-Lago befindet. Mit einem Vorsprung von 2,4 Prozentpunkten setzte sich die 40-Jährige gegen den Republikaner Jon Maples durch – obwohl dieser offen vom Präsidenten unterstützt wurde.
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Trump-Schock in Florida: Demokratin siegt direkt vor Trumps Haustür
Am Ende lag Gregory nach Auszählung fast aller Stimmen mit 797 Stimmen vorne, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten. Damit kippt ein Wahlkreis, der bislang als sichere republikanische Bank galt.
Noch im Jahr 2024 hatte der bisherige Amtsinhaber Mike Caruso den Bezirk mit satten 19 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen. Sein Wechsel auf einen Verwaltungsposten hinterließ eine Lücke, die nun überraschend von einer politischen Außenseiterin gefüllt wurde. Gregory selbst reagierte überwältigt auf ihren Erfolg. Im Gespräch mit dem Sender MS NOW erklärte sie, sie sei "ziemlich schockiert" und habe "das Gefühl, nicht ganz bei mir zu sein". Die Unternehmerin, die ein Fitnessprogramm für Schwangere und junge Mütter betreibt, trat erstmals überhaupt zu einer Wahl an – ohne politische Erfahrung.
JUST IN: Democrat Emily Gregory flips Florida House District 87, defeating Trump-backed Jon Maples in a special election.
— Republicans against Trump (@RpsAgainstTrump) March 25, 2026
The Palm Beach County district, home to Mar-a-Lago, went Trump +11 in 2024. pic.twitter.com/tlUf7TIQZi
Pikant: Trump wählt per Brief – trotz scharfer Kritik
Besonders brisant: Donald Trump selbst stimmte bei dieser Wahl per Briefwahl ab. Laut offiziellen Unterlagen wurde seine Stimme ordnungsgemäß gezählt. Das sorgt für Stirnrunzeln, denn Trump hatte diese Form der Stimmabgabe wiederholt scharf kritisiert und als potenzielles Einfallstor für Betrug bezeichnet. Nach der Niederlage seines Kandidaten ging er demonstrativ auf Distanz: "Ich habe damit nichts zu tun", erklärte Trump "Focus Online" zufolge nach der Niederlage. Das, obwohl er Maples noch kurz vor der Wahl öffentlich unterstützt hatte.
Demokraten jubeln: Donald Trump bloßgestellt von seinen eigenen Nachbarn
Für die Demokraten ist der Sieg mehr als nur ein lokaler Erfolg – er könnte Signalwirkung haben. Heather Williams, Vorsitzende des Democratic Legislative Campaign Committee, erklärte: "Wenn Mar-a-Lago angreifbar ist, stellen Sie sich vor, was im November möglich ist." Auch Ken Martin vom Demokratischen Nationalkomitee sieht eine klare Botschaft. "Donald Trumps eigene Nachbarn haben gerade gezeigt: Sie sind wütend und bereit für einen Wandel", zitiert "Focus Online" den Demokraten.
Mar-a-Lago’s state House district just flipped from red to blue, which should have Republicans worried about their chances this November.
— Heather Williams (@Heather4Dems) March 24, 2026
A Trump +11 district in his own backyard shouldn’t be in play for Democrats, but tonight proves Republicans are vulnerable everywhere. https://t.co/dWYdHO6Ka2
Donald Trump’s own neighbors in Florida just sent a message: They elected a Democrat, Emily Gregory, to serve as their representative in the Florida state House.
If Democrats can win in Trump’s backyard, we sure as hell can win anywhere across the country. Onward to November! https://t.co/Bh9Ze9BwlW
— Ken Martin (@kenmartin73) March 25, 2026
Donald Trump’s own neighbors in Florida just sent a message: They elected a Democrat, Emily Gregory, to serve as their representative in the Florida state House.
If Democrats can win in Trump’s backyard, we sure as hell can win anywhere across the country. Onward to November! https://t.co/Bh9Ze9BwlW
Trump kassiert doppelte Niederlage - in Florida setzt sich ein weiterer Demokrat durch
Tatsächlich reiht sich Gregorys Erfolg in eine Serie demokratischer Gewinne ein – zuletzt unter anderem in Miami, Texas, New Jersey und Virginia. In Florida setzte sich mitBrian Nathan ein weiterer Demokrat durch. Er gewann den Senatsbezirk 14 und setzte sich damit gegen die Republikanerin Josie Tomkow durch. Im Jahr 2024 hatte Trump den Bezirk noch mit 7 Prozent Vorsprung gewonnen. "Damit haben die Demokraten in Florida heute Abend ZWEI Sitze im Landesparlament erobert", heißt es beim X-Account "Republicans against Trump."
BREAKING: Democrat Brian Nathan flips Florida Senate District 14, defeating Republican Josie Tomkow.
— Republicans against Trump (@RpsAgainstTrump) March 25, 2026
Trump won this district by 7% in 2024.
That makes TWO legislative seats flipped by Florida Democrats tonight. pic.twitter.com/UR8gCCtc29
Trump-Blamage als Signal für die Zwischenwahlen?
Die außerplanmäßige Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest vor den anstehenden Zwischenwahlen im November. Der überraschende Machtwechsel im Herzen von Trumps Einflussgebiet könnte die politische Dynamik verändern – und den Republikanern Sorgen bereiten.
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sba/fka/news.de
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