Wladimir Putin: Heimliche Pläne des Kremlchefs aufgedeckt - massive Aufrüstung in der Arktis 

Klangheimlich rüstet Russland im hohen Norden massiv auf. Wladimir Putin intensiviert damit seine Pläne für die Arktis. Neben Bodenschätzen verfolgt der Kremlchef andere teure Ziele. Sein Vorhaben könnte ihn viel Geld kosten.

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Wladimir Putin will seine Position in der Arktis stärken. (Foto) Suche
Wladimir Putin will seine Position in der Arktis stärken. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Kristina Solovyova
  • Wladimir Putin baut Militärpräsenz in der Arktis aus
  • Kremlchef will Macht demonstrieren und Bodenschätze sichern
  • Eisbrecher und Atom-U-Boote für Putins Pläne im tiefen Eis

Die gesamte Aufmerksamkeit liegt derzeit auf dem Nahen Osten. Derweil baut Wladimir Putin die Präsenz seines Militärs in der Arktis aus. Das Ziel dahinter: Der Kremlchef will seine Macht demonstrieren, eine Handelsroute festlegen und wertvolle Bodenschätze absichern.In der Region könnte Russland systematisch seine Kapazitäten ausbauen – mit Langstreckenraketen, unbemannten Flugsystemen und modernen Unterwassertechnologien. Dabei erhält die Nordflotte offenbar besondere Aufmerksamkeit.

Machtdemonstration in der Arktis: Putin setzt aufAtom-U-Boot "Karelia"

Bei einem weiteren Ausbau der maritimen Nuklearstreitkräfte in der Arktis dürfte das Atom-U-Boot "Karelia" eine Schlüsselrolle einnehmen, schreibt "Barents Observer". Die "Karelia" verfügt über eine enorme Zerstörungskraft: Das U-Boot kann bis zu 16 Sineva-Raketen aufnehmen, wobei jede einzelne vier nukleare Sprengköpfe transportieren kann. Damit gehört es zu den Einheiten, die sich laut Sicherheitsexperte Moritz Brake gegenüber "Bild" "in der Arktis geschützt und versteckt aufhalten", um im Fall eines atomaren Konflikts zum Einsatz zu kommen.

Die Kola-Halbinsel im äußersten Nordwesten Russlands bildet das strategische Herzstück der arktischen Militärpräsenz. Rund zwei Drittel aller russischen Kapazitäten für einen nuklearen Gegenschlag sind dort konzentriert. "Für potenzielle russische Raketen Richtung Nordamerika ist die geografische Distanz über den Nordpol kürzer als über den Atlantik", erklärt Sicherheitsexperte Brake. Von Seweromorsk aus, wo sich das Kommandozentrum der Nordmeerflotte befindet, haben die atomaren Unterseeboote "direkten Zugang zum Nordatlantik, wo die strategischen Versorgungslinien der Nato verlaufen", so Brake weiter.

Zusätzlich entwickelt das Verteidigungsministerium seit 2014 das Geheimprojekt "Harmonie". Dabei handelt es sich laut "Süddeutscher Zeitung" um ein Netzwerk hochmoderner Unterwasser-Ortungssysteme, das U-Boot-Häfen mit weiteren Militärbasen verbindet.

Putin hat es auf Bodenschätze in der Arktis abgesehen

Neben der militärischen Aufrüstung investiert Moskau massiv in die arktische Infrastruktur. Eine Nord-Handelsroute soll entstehen. Russland verfügt mittlerweile über 42 Eisbrecher – die mit Abstand größte Flotte dieser Art weltweit. Diese Flotte bietet Russland in Bezug auf die Erschließung von Öl- und Gasvorkommen Vorteile. Die russischen Eisbrecher können ganzjährig Wege durch das arktische Eis bahnen.

Arktis-Pläne des Kremlchefs: Reicht das Geld?

Putins Pläne verdeutlichte er bereits 2019. Sie reichen erst einmal bis 2035. Für den Ausbau der Infrastruktur muss Putin sehr viel Geld investieren, berichtete das ZDF im Januar 2026. Um die Handelswege zu erschließen, braucht es neue Häfen und Personal. Doch das Geld fließt derzeit in den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die russische Kriegswirtschaft investiert weiter in Rüstung und Waffen für das Militär.

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