Ali Chamenei: Verraten durch eigenes Kontrollinstrument - Ober-Mullah tappte in tödliche Foto-Falle
Der Iran betrauert noch immer den Tod von Ober-Mullah Ali Chamenei. Doch Fakt ist: Seine eigenen Kontrollinstrumente machten seine Tötung überhaupt erst möglich. Denn Chamenei soll in eine tödliche Foto-Falle getappt sein.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Ali Chamenei tappte in tödliche Foto-Falle
- Tötung von Ober-Mullah dank Überwachungskameras des Iran-Regimes möglich
- Israel hackte Straßenkameras und verfolgte Chameneis Bewegungen
Die Überwachungskameras des iranischen Regimes haben offenbar eine entscheidende Rolle bei der Tötung von Ober-Mullah Ajatollah Ali Chamenei gespielt. Ausgerechnet jene Technik, die zur Kontrolle der eigenen Bevölkerung installiert wurde, entwickelte sich zur tödlichen Falle für den mächtigsten Mann des Landes. Darüber berichtet aktuell die "Bild".
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Ali Chamenei tappte in tödliche Foto-Falle - eigenes Kontrollinstrument kostete ihn das Leben
"Die Ironie besteht darin, dass die Infrastruktur, die autoritäre Staaten errichten, um ihre Herrschaft unangreifbar zu machen, ihre Machthaber für diejenigen, die sie töten wollen, am sichtbarsten macht", erklärt Conor Healy von der Fachpublikation IPVM für Überwachungstechnik. Denn Israel soll die Straßenkameras des iranischen Regimes gehackt haben, um Chameneis Bewegungen nachzuverfolgen.
Israel hackte Straßenkameras und verfolgte Chameneis Bewegungen
Dank moderner Künstlicher Intelligenz ist es den Geheimdiensten heute zudem möglich, riesige Mengen an Bildmaterial in Echtzeit auszuwerten. Analysen, die früher Wochen in Anspruch nahmen, erfolgen mittlerweile binnen Sekunden. Die weltweit installierten Millionen von Kameras an Gebäuden und Kreuzungen liefern dabei wertvolle Bewegungsprofile und unterstützen die Zielerfassung.
Überwachungskameras als tödliche Falle
Fachleute warnen seit Jahren vor genau diesem Szenario. Bereits 2019 demonstrierte Sicherheitsingenieur Paul Marrapese, wie mühelos sich Überwachungskameras kapern lassen. Die Schwachstellen sind gravierend: Zahlreiche Systeme arbeiten mit primitiven Zugangscodes wie "1234" oder gänzlich ohne Absicherung. Selbst vermeintlich abgeschirmte Netzwerke bieten keinen zuverlässigen Schutz, denn ein einzelner Informant genügt, um alles preiszugeben.
Tötung von Ober-Mullah dank Überwachungskameras des Iran-Regimes möglich
In der iranischen Hauptstadt Teheran sind zehntausende Kameras installiert, ursprünglich zur Kontrolle von Demonstrationen und zur Durchsetzung der Kopftuchpflicht. Doch dieses gigantische Netzwerk konnte offenbar auch von außen angezapft werden. Hacker hatten bereits in der Vergangenheit mehrfach Zugriff erlangt und tausende Aufnahmen öffentlich gemacht. Für Ali Chamenei wurde damit sein eigenes Kontrollinstrument zur tödlichen Falle.
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fka/loc/news.de/stg
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