Donald Trump: US-Präsident verstrickt sich in Widersprüche

Donald Trumps Serie widersprüchlicher Aussagen reißt nicht ab. Hatte der US-Präsident seine Nato-Verbündeten kürzlich noch um Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus gebeten, schlägt er in einem aktuellen Interview nun neue Töne an.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump verstrickt sich in Widersprüche. (Foto) Suche
Donald Trump verstrickt sich in Widersprüche. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump verstrickt sich in Widersprüche
  • US-Präsident behauptet plötzlich, USA brauchen Straße von Hormus nicht
  • Trump gegenüber Journalisten: "Wir nutzen die Meerenge nicht. Wir brauchen sie nicht."

Donald Trump verstrickt sich immer mehr in Widersprüche - sowohl in seinen Aussagen, als auch in seinen Handlungen. Dies wurde am Freitag (20. März) erneut deutlich, als er gegenüber Journalisten vor dem Weißen Haus plötzlich erklärte, die Vereinigten Staaten würden die Straße von Hormus nicht nutzen und folglich auch nicht brauchen. Eine Aussage, die zwar faktisch richtig, aber dennoch irreführend ist.

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Donald Trump verstrickt sich in Widersprüche

Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ist wegen des Kriegs und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen. Donald Trump hat recht, wenn er sagt, die USA seien weniger abhängig von der Straße von Hormus als beispielsweise Europa oder Asien. Aber: Indirekt brauchen sie die Meerenge dennoch, weil sie den Weltölpreis bestimmt. Denn etwa 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung laufen durch diese Meerenge. Wenn sie also blockiert wird, steigen global die Ölpreise, was auch die Vereinigten Staaten trifft in Bezug auf Benzinpreise, Inflation sowie Wirtschaft.

US-Präsident behauptet plötzlich, USA brauchen Straße von Hormus nicht

Zudem steht die Aussage des US-Präsidenten im direkten Widerspruch zu der Tatsache, dass er die Nato-Verbündeten unlängst um Hilfe bei der Sicherung des Öltransports durch die Straße von Hormus gebeten hat. Diese wurde ihm jedoch von den Nato-Verbündeten verwehrt, weshalb der 79-Jährige trotzig reagierte und die anderen Nato-Staaten als "Feiglinge" beschimpfte.

Donald Trumps Aussagen sind inkonsistent

Trumps aktuelle Behauptung zeigt deshalb erneut, dass die Aussagen des US-Präsidenten inkonsistent sind. Das eine Mal behauptet er, die Blockade der Meerenge sei nicht das Problem der USA, das andere Mal ist es aber doch wichtig genug, dass er andere bittet, ihm bei der Lösung des Problems zu helfen. Kein Wunder also, dass ein von US-Journalist Aaron Rupar bei X geteiltes Videofür reichlich Diskussionsstoff im Netz sorgt:

  • "Trump bekommt seine Geschichten einfach nicht auf die Reihe."
  • "Sagt der Typ, der um Hilfe gebettelt hat, um das zu verteidigen."
  • "Ich finde es immer noch unglaublich, dass der tatsächliche Präsident der Vereinigten Staaten offenbar nicht versteht, dass das, was in der Meerenge passiert, Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt, die weltweite Versorgung und damit auf die Preise hat."

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