Donald Trump: Protz-Alarm bei Trump - Wirbel um brisanten Holocaust-Vergleich
Eklat um einen neuen Trump-Post: US-Präsident Donald Trump teilt einen Artikel, der behauptet, der Iran-Krieg habe einen weiteren Holocaust verhindert. Kritiker sprechen von gefährlicher Selbstinszenierung und historischen Verzerrungen.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump soll neuen Holocaust verhindert haben
- Donald Trump lobt sich selbst im Weißen Haus
- Trumps-Geheimdienstchefin verweigert Antwort zur unmittelbaren Bedrohung
- Trump-Regierung hat kein Konzept für angereichertes Uran
Diese Meinung gefällt Donald Trump offenbar ganz besonders. Der US-Präsident hat auf Truth Social einen Meinungsbeitrag geteilt, der behauptet, er habe durch den Iran-Krieg einen Holocaust verhindert. Der Artikel stammt von Israel National News und argumentiert, dass der militärische Konflikt die nuklearen Fähigkeiten des Irans endgültig eliminieren werde.
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Donald Trump soll neuen Holocaust verhindert haben
Verfasst wurde der Artikel unter anderem von Jonathan Burkan, den die Trump-Regierung im vergangenen Jahr zum U.S. Holocaust Memorial Council ernannte.In dem Beitrag heißt es:
- "Präsident Trump hat einen Holocaust sowohl in Amerika als auch in Israel verhindert. Eines Tages wird die Welt ihm die Anerkennung geben, die er verdient."
Donald Trump lobt sich selbst im Weißen Haus
Der Präsident selbst äußerte sich jüngst wiederholt in ähnlicher Weise. Er führe seine Entscheidung an, aus dem Atomabkommen mit Iran auszusteigen, das während der Obama-Ära verschiedene Überwachungsmechanismen und Beschränkungen für den Nahen Osten etabliert hatte.
Trump erklärte im Weißen Haus:
- "Wenn ich Obamas schrecklichen Deal, das Iran-Atomabkommen, nicht beendet hätte, hätten Sie einen nuklearen Holocaust gehabt."
Die Behauptung verknüpft sowohl die Angriffe auf iranische Atomanlagen im vergangenen Jahr als auch seinen Austritt aus dem JCPOA-Abkommen während seiner ersten Amtszeit.
Trumps-Geheimdienstchefin verweigert Antwort zur unmittelbaren Bedrohung
Über die tatsächliche nukleare Bedrohungslage des Irans vor Ausbruch der Kampfhandlungen herrscht weiterhin massive Unklarheit. Die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard, lehnte es bei ihrer Befragung vor dem Kongress ab, eine eindeutige Aussage zu treffen.
- Gefragt, ob der Iran eine unmittelbare atomare Gefahr darstellte, bevor die Kriegshandlungen Ende Februar begannen, wich Gabbard aus. Dies geschah, obwohl ihre schriftliche Stellungnahme besagte, dass die nuklearen Kapazitäten des Irans nach den US-Schlägen im vergangenen Jahr völlig zerstört worden seien. Seitdem habe es keine Bemühungen zum Wiederaufbau gegeben.
Die widersprüchlichen Darstellungen werfen Fragen zur tatsächlichen Bedrohungslage auf.
- Joe Kent, der diese Woche als Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung zurücktrat, formulierte es in seinem offenen Rücktrittsschreiben eindeutig: Er könne den laufenden Krieg nicht guten Gewissens unterstützen, da der Iran "keine unmittelbare Bedrohung für unsere Nation" dargestellt habe. Kent war von Trump selbst in diese Position berufen worden.
Trump-Regierung hat kein Konzept für angereichertes Uran
Parlamentarier bemängeln, dass die Regierung keine ausführlichen Erklärungen vorgelegt hat, wie sie mit dem nuklearen Bestand des Irans umgehen will, sollte Washington den Krieg gewinnen.
- Der demokratische Abgeordnete Bill Foster äußerte sich nach einem Briefing Anfang März kritisch beim Kurznachrichtendienst X: Das Weiße Haus scheine keinen Plan für die Vorräte an angereichertem Uran zu besitzen - weder zur Vernichtung, noch zur Beschlagnahme oder Unterstellung unter internationale Kontrolle.
Wie sich das iranische Atomprogramm entwickelt, hängt laut Experten vom Kriegsausgang und der politischen Nachkriegsordnung ab.
- Jennifer T. Gordon, Leiterin der Nuclear Energy Policy Initiative beim Global Energy Center des Atlantic Council, warnt in einer Analyse laut "Independent.co.uk" vor verschiedenen Szenarien. Ein US-freundliches Regime könnte den Bestand sichern und Inspektionen zulassen. Fühle sich die Führung jedoch bedroht oder verfalle das Land ins Chaos, könnte das Material in gefährliche Hände geraten.
Als wahrscheinlichste Sicherungsoption gelten amerikanische Bodentruppen, konkrete Pläne dafür existieren jedoch nicht.
- Senator Rick Scott erklärte gegenüber Associated Press, niemand habe ihm je erklärt, wie es ohne Bodeneinsatz funktionieren solle.
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rut/news.de
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