Donald Trump: Hinter den Kulissen brodelt es - Melania bringt Trump ins Grübeln

Kehrtwende im Weißen Haus? Hinter verschlossenen Türen soll Donald Trump plötzlich Zweifel an seiner knallharte Abschiebepolitik bekommen haben. Doch öffentlich bleibt alles beim Alten – zumindest offiziell. Was steckt wirklich dahinter?

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Trump überdenkt laut "Wall Street Journal" nach Gesprächen mit Melania seine ICE-Strategie. (Foto) Suche
Trump überdenkt laut "Wall Street Journal" nach Gesprächen mit Melania seine ICE-Strategie. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
  • Donald Trump erwägt laut Bericht Kurswechsel bei der Einwanderungspolitik
  • Melania Trump soll ihm dazu geraten haben
  • Trump sieht umstrittene ICE-Razzien als politisches Risiko
  • Weißes Haus weist jede Änderung offiziell zurück – doch intern wächst der Druck

Die Fassade bröckelt! Während Donald Trump nach außen weiter auf Härte setzt, soll es hinter den Kulissen rumoren. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" denkt der Präsident offenbar über eine grundlegende Neuausrichtung seiner umstrittenen Einwanderungspolitik nach. Ausgerechnet enge Vertraute sollen ihn ins Grübeln gebracht haben: Ehefrau Melania Trump und Stabschefin Susie Wiles.

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Donald Trump unter Druck: Kippt jetzt seine knallharte Abschiebepolitik?

Der Grund für das Umdenken ist laut "Daily Beast" brisant: Die aggressiven Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE kommen bei vielen Wählern offenbar schlecht an. Besonders der Begriff "Massenabschiebung" sorgt für massive Ablehnung. Mit Blick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen wird die Lage für Trump heikel. Die Strategie droht, ihm politisch auf die Füße zu fallen.

Tödliche Vorfälle erschüttern die USA

Besonders belastend: Zwei tödliche Zwischenfälle bei Razzien im Januar. Die US-Bürger Renee Good und Alex Pretti wurden von Bundesbeamten erschossen – ein Schock für die Öffentlichkeit. Insider berichten, dass Susie Wiles die Situation als hochgefährlich für den Wahlkampf einschätzt. Die Kontroverse habe das gesamte Einwanderungsthema "vergiftet".

Weniger Chaos, mehr "böse Jungs" im Fokus?

Trump soll nun einen Strategiewechsel prüfen: Statt groß angelegter Razzien will er sich stärker auf die Festnahme von "bösen Jungs" konzentrieren. Spektakuläre Einsätze in demokratisch geprägten Städten wie Minneapolis, Chicago und Washington D.C. könnten eingestellt werden. Bereits jetzt ist die Zahl der täglichen Festnahmen gesunken – von über 1.500 auf etwa 1.200.

Weißes Haus widerspricht entschieden

Doch offiziell bleibt alles beim Alten. Sprecherin Abigail Jackson stellt klar: "Niemand ändert die Durchsetzungsagenda der Regierung bei der Einwanderung." Die Linie sei unverändert: kriminelle Einwanderer abschieben – und zwar konsequent.

Zahlen, die Trump stützen sollen

Laut Regierung wurden rund 70 Prozent der bislang abgeschobenen Menschen ohne Aufenthaltsstatus zuvor straffällig. Insgesamt hätten etwa drei Millionen Menschen die USA verlassen. Zudem sei die Grenze seit neun Monaten "die sicherste in der amerikanischen Geschichte", so das Weiße Haus.

Neuer Mann fürs Krisen-Ministerium

Mitten in der Krise steht ein neuer Hoffnungsträger bereit: Senator Markwayne Mullin soll das angeschlagene Heimatschutzministerium übernehmen. Der frühere MMA-Kämpfer und Klempner verspricht nach der Entlassung seiner Amtsvorgängerin Kristi Noem Besserung: "Mein Ziel ist es, dass wir in sechs Monaten nicht mehr jeden Tag die Hauptnachricht sind." Doch Zweifel bleiben. Selbst Grenzbeauftragter Tom Homan räumt ein, dass Mullin "das Einwanderungsspiel nicht sehr gut kennt".

Zwischen Härte-Rhetorik und politischem Kalkül

Der Druck auf Donald Trump wächst spürbar. Während er öffentlich keine Schwäche zeigen darf, scheint intern ein Umdenken einzusetzen. Die entscheidende Frage: Ist das der Beginn eines echten Kurswechsels – oder nur taktisches Manövrieren vor den Wahlen?

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