Ilja Remeslo: Nach Abrechnung mit Putin - Ex-Verbündeter in Psychiatrie eingewiesen

Die politische Kehrtwende eines Kreml-Propagandisten nimmt ein Böses Ende. Nachdem Ilja Remeslo öffentlich mit Wladimir Putin abgerechnet hat und prophezeit hat, dass man den Kremlchef noch 2026 stürzen wird, wurde Remeslo nun in eine Psychiatrie eingewiesen.

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Nach öffentlicher Kritik an Putin wurde ein früherer Kreml-Propagandist in die Psychiatrie eingewiesen. (Foto) Suche
Nach öffentlicher Kritik an Putin wurde ein früherer Kreml-Propagandist in die Psychiatrie eingewiesen. Bild: picture alliance:dpa:Pool Sputnik Kremlin | Mikhail Tereshchenko
  • Ilja Remeslo nach Putin-Kritik in Psychiatrie eingewiesen
  • Kreml-Propagandist rechnete öffentlich mit Wladimir Putin ab
  • Remeslo warf Putin Machtmissbrauch vor und kritisierte den Ukraine-Krieg
  • Ex-Verbündeter sagte voraus, dass Putin noch 2026 gestürzt wird

Ein langjähriger Kreml-Propagandist ist Medienberichten zufolge nach einer überraschenden politischen Kehrtwende in eine psychiatrische Klinik eingeliefert worden. Der Blogger Ilja Remeslo sei in St. Petersburg in die Psychiatrie Nummer 3 eingewiesen worden, berichtete etwa das Internetportal "Fontanka".

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Ilja Remeslo nach Putin-Kritik in Psychiatrie eingewiesen

Zuvor hatte Ilja Remeslo, der bis dahin als Denunziant der russischen Opposition bekannt war, mit einer scharfen Kritik an Kremlchef Wladimir Putin und dem von ihm befohlenen Krieg in der Ukraine für Aufsehen in Russland gesorgt.

Ex-Verbündeter rechnet mit Wladimir Putin ab - Kremlchef als Präsident "illegitim"

Auf seinem Telegramkanal schrieb der frühere Kreml-Propagandist unter anderem, dass Wladimir Putin als Präsident illegitim sei und vor ein Kriegsgericht gehöre. Putin habe das Land mit dem Ukraine-Krieg politisch und wirtschaftlich in die Sackgasse geführt, die Medienfreiheit erstickt und sei nun dabei, das Internet abzuschalten, klagte Ilja Remeslo.

Putin-Kritiker in Psychiatrie eingewiesen - Kreml sendet Warnung an alle Gegner

Die Reaktion der Behörden auf den Sinneswandel Remeslos dürfte auch als klare Warnung an alle Kreml-Kritiker verstanden werden. Schon zu Sowjetzeiten wurden Nervenheilanstalten als Instrument zur Unterdrückung Andersdenkender missbraucht. Die Zwangsunterbringung zahlreicher Dissidenten dort diente dazu, sie zu diskreditieren und ihren Willen zu brechen.

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/news.de/dpa

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